Ein Bahnhofsteg unter Denkmalschutz?

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Steht dieser Bahnhofsteg unter Denkmalschutz - und wie teuer wird es dann für die Stadt?

Berchtesgaden - Die Parteilose Gruppe (PLG) lässt derzeit prüfen, ob der Bahnhofsteg unter Denkmalschutz steht. Bürgermeister Franz Rasp fürchtet eine kostenintensive Sanierung.

Berchtesgaden (kp) – Ob der Bahnhofsteg, der den vom Markt kommenden Weg mit dem Berchtesgadener Bahnhof verbindet, zum unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofs-Ensembles dazuzählt, das lässt die „Parteilose Gruppe“ (PLG) rund um Vorsitzenden Michael Koller derzeit von der Denkmalschutzbehörde prüfen.

Bürgermeister Franz Rasp sagte während der jüngsten Bauausschusssitzung, dass ein weiteres Vorgehen in Sachen Bahnhofsteg wesentlich vom Ergebnis der Untersuchung abhänge. Problem: Der Steg ist in die Jahre gekommen, deutlich sanierungsbedürftig. Neben einem angedachten neuen Steg gibt es auch Alternativmodelle, die in der Gemeindeverwaltung bereits durchgespielt wurden. „Auch ein Ersatzweg ist denkbar“, sagte Rasp.

Sollte sich aber zeigen, dass der Steg unter Denkmalschutz steht, würde eine Sanierung nur ungleich kostenintensiver umzusetzen sein. „Dann müssten wir die Überquerung als Denkmal behandeln“, sagte Rasp. Dieser geht nach Informationen der Gemeindeverwaltung aber davon aus, dass der Steg nicht unter den Denkmalschutz des Bahnhofs fällt. Die schlimmste aller Vorstellungen laut Rasp sei, dass das sanierungsbedürftige Teilstück nach Denkmaleigenschaften nicht sanierbar sei und einfach so bleiben müsse wie es jetzt ist. Wichtig sei es Rasp, dass die Bevölkerung in das Projekt eng eingebunden werde.

Eine öffentlich einberufene Diskussionsveranstaltung soll in Zukunft Anregungen und Wünsche aus der Bevölkerung zutage fördern. Indes hat die Deutsch Bahn bereits angekündigt, dass für 2012 keine Erneuerungsmaßnahmen für die den Steg überspannenden Oberleitungen angedacht seien.

kp

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