"Schnitzschüler sind anders"

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Berchtesgaden - Holz, Lehm, Maschinen, Werkzeug - der Umgang damit muss gelernt sein. Ein Ort, an dem Schreinerei und Bildhauerei unterrichtet werden, ist die Schnitzschule Berchtesgaden.

75 Schüler lernen derzeit bei den neun Lehrern an der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei. Sie alle haben eine Aufnahmeprüfung durchlaufen und genau die steht im kommenden Monat an. Am 19. März werden Interessierte in Theorie und Praxis für beide Berufe geprüft.

"Es muss keiner schnitzen oder schreinern können, wenn er zu uns kommt. Wir wollen nur testen, ob eine gewisse Fertigkeit vorhanden ist", erklärt Schulleiter Norbert Däuber im Bgland24-Interview. Bei der Aufnahmeprüfung werden die Schüler theoretisch in Deutsch, Sozialkunde und Mathematik geprüft. Anschließend werden ihnen kleine praktische Aufgaben gestellt.

Fröhliches Arbeiten in Schnitzschule

Auch wenn die Plätze an der Berchtesgadener Schnitzschule mal gefragter waren, können die Verantwortlichen immer noch auswählen, wer die zwölf Ausbildungsplätze für Schreiner und die 14 für Holzbildhauer bekommt. Die Chance hat jeder, der an der Prüfung teilnimmt. Dafür anmelden kann man sich noch bis 5. März bei der Schnitzschule Berchtesgaden.

Wer genommen wird durchläuft in beiden Berufen eine dreijährige Ausbildung. Von der Pike auf lernen die Schüler dann zu schreinern bzw. zu schnitzen.

"Schnitzschüler sind anders", weiß Däuber. "Ich rate erst einmal jedem ab, der zu mir kommt. Die Bildhauerei ist eine brotlose Kunst." Dennoch findet ein Großteil der Absolventen der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei im Berufsleben seine Nische und kann den ausgesuchten Beruf auf verschiedenste Art ausüben. Von der Werbung bis zur Gestaltung von Brunnen ist alles dabei.

red-bgl24/cz

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Rubriklistenbild: © cz

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