Erneut lauter Protest in Berchtesgaden

„Dieses planlose Herumregieren statt einem Langzeitkonzept ist es, was uns sauer aufstößt!“

Christoph Göttges bei der Protestaktion am Dienstag in Berchtesgaden.
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Christoph Göttges bei der Protestaktion am Dienstag in Berchtesgaden.

Auch am Dienstag gingen in Berchtesgaden wieder lokale Einzelhändler auf die Straße. Sie fordern endlich Öffnungsperspektiven und ein solides Langzeitkonzept bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Berchtesgaden - „Dieses planlose Herumregieren statt einem Langzeitkonzept ist es, was uns sauer aufstößt. Während von einem kräftezehrenden Lockdown zum nächsten gegangen wird, fehlt noch immer ein Modell, bei dem es Öffnungsperspektiven gibt“, berichtet Christoph Göttges gegenüber BGLand24.de. Seine Frau Christina und er betreiben in Berchtesgaden das Fotogeschäft „Christina Göttges Fotografie“ und sind an der Organisation der„Lauten Proteste“ im Ort beteiligt. „Es braucht endlich ein schlüssiges Konzept, damit das Leben hier in unserem Berchtesgaden und auch in ganz Deutschland weiterhin lebenswert bleibt, damit wir aus dem Langzeitlockdown herauskommen und ein Stück mehr Normalität für jeden Menschen einkehren kann. Viele geben eine solche Strategie bereits vor, so zum Beispiel Österreich und Tübingen. Wir benötigen eine Teststrategie und schnelles Impfen.“

Lauter Protest am Dienstag in Berchtesgaden

Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden.
Lauter Protest am 6. April 2021 in Berchtesgaden. © Christina Goettges Fotografie

Berchtesgadener Einzelhändler fordern Langzeitkonzept - Erneuter Lauter Protest am Dienstag

Auch am Dienstag, den 6. April waren in Berchtesgaden wieder zahlreiche Menschen am Protest beteiligt. Die Protestaktionen finden bereits seit Mitte März statt. Die Veranstalter wollen damit die Politik dazu bringen, auf die mittlerweile untragbare Situation der lokalen Unternehmen zu reagieren. Mit Töpfen, Trommeln und selbstgebauten Krachmachern gehen daher die Menschen in zahlreichen Städten im Berchtesgadener Land und dem Chiemgau auf die Straßen, um sich Gehör zu verschaffen. Am Dienstag sprachen Thorsten Putz, Inhaber des Fitnessstudios „TPAlpenkraft“, Richard Lenz, Zweiter Bürgermeister von Schönau am Königssee, Josef Wenig, Zweiter Bürgermeister von Berchtesgaden, Janina Robbles-Flores und Michael Koller, Stellvertretender Landrat des Berchtesgadener Lands.

„Nicht nur Bad Reichenhall, sondern der gesamte Landkreis Berchtesgadener Land gehört auf die Prioliste für das ‚Tübinger Modell‘“, erklärt Christoph Göttges. „Wir haben hier am längsten im Lockdown verharrt, da wäre das nur gerecht.“ Er betont, dass sie grundsätzlich volles Verständnis dafür hätten, dass Maßnahmen zum Infektionsschutz in der Coronakrise nötig seien. „Aber inzwischen ist das so ein ständiges Durcheinander, so ein Hin und Her, da blickt doch keiner mehr durch. Jüngstes Beispiel: Die gerichtliche Entscheidung, dass nun Schuhhäuser öffnen dürfen. Das freut mich natürlich für sie, aber warum dann nicht auch Kleidungsgeschäfte?“

Click&Meet eine Verbesserung, aber kann den unverbindlichen Einkaufsbummel nicht ersetzen

„Natürlich bin ich froh, das wir wieder öffnen dürfen, aber es muss sich auch für den übrigen Einzelhandel und vor allem die Gastronomie tun. Es hat doch inzwischen jeder ein gutes Hygienekonzept, alle stehen schon in den Startlöchern“, klagt Veronika Schlagbauer vom Schuhhaus Angerer aus Berchtesgaden. „Die Leute haben da teils eine Menge Geld in die Hand genommen, um die bestmöglichen Lösungen zu bieten, aber dürfen trotzdem noch nicht öffnen.“

„Wir sind eigentlich relativ gut durchgekommen“, resümiert Schlagbauer, „das aber nur, weil wir gleich von Anfang an auf einen Online-Shop und ein sehr aktives Engagement in den sozialen Medien gesetzt haben. Das kann aber nicht jeder so leisten. Wenn man das von heute auf morgen aufbauen muss, kann das ein enormer Aufwand werden.“ Trotz Online-Standbein hätten auch sie einige Härten gespürt. „Unsere beiden Filialen neben dem Hauptgeschäft mussten wir vorübergehend schließen. 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten in Kurzarbeit.“

Click&Collect, Click&Meet, Windowshopping - Alles das habe sie schon durchprobiert. „Genauso wie viele andere Einzelhändler hier. Das eindeutige Fazit: Gerade Click&Meet war eine eindeutige Verbesserung. Aber es ersetzt halt für viele Kunden einfach nicht das unverbindliche Shoppen.“ Sie hoffe nun, dass bald ein schlüssiges Konzept und Perspektiven für den Einzelhandel kommen.

hs

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