Großer Erfolg: Die "Nacht der Musik"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Berchtesgaden - Unter dem Motto "Eine Nacht - sechs Bands - sechs Lokale" veranstaltete die Marktgemeinde zum ersten Mal die "Nacht der Musik":

Es ist ein Live-Erlebnis der ganz besonderen Art: die Nacht der Musik in Berchtesgaden, die am vergangenen Wochenende Premiere feierte. Sechs Lokale, sechs Bands – und viele Besucher, die von einer Lokalität zur nächsten ziehen. Günter Wimmer aus Waging am See hatte die Idee – und hat sie bereits mehrfach erfolgreich in verschiedene Orte wie Ruhpolding, Waging oder Trostberg transportiert. Und auch in Berchtesgaden geht das Konzept auf.

Der Samstagabend ist nicht gerade von sommerlichen Temperaturen geprägt. Und trotzdem tut sich im Markt einiges. Die Menschen, die durch den Ortskern ziehen, haben gute Laune, es geht von Lokal zu Lokal, von Band zu Band. Günter Wimmer, der Veranstalter, sagt, dass es genauso auch sein sollte: „Unsere Idee war es, Alt und Jung bei Live-Musik zusammenzubringen.“ Verschiedene Musikstile, unterschiedliche Interpreten, die in Berchtesgadens Gastronomie auftreten. Da wäre zum Beispiel Dominik Schauer, ein Solo-Künstler, der mit einer Akustik-Gitarre in „Kurz a Curry“ auftritt. Ein relativ neuer Laden in der Nähe des Schlossplatzes. Der Laden ist voll, selbst draußen stehen noch ein paar Wartende und lauschen Schauers Musik. 140 Live-Stücke vereint er in seinem Repertoire, die besten davon spielt er an diesem Abend.

Eine Nacht, sechs Lokale - sechs Bands

Zur gleichen Zeit im Bistro Dalmacija spielt das „Kneipentrio“, wie der Name schon sagt, bestehend aus drei jungen Männern, Gitarre, Bass und Keyboard, die die Lokalität und all ihre Besucher mit guter Stimmung erfüllen. Im Gasthaus Goldener Bär treten „Espresso Rosi“ auf und bringen die besten Lieder von Wolfgang Ambros, Reinhard Fendrich und STS mit. „Austro-Pophits mit Mitsing-Garantie“ – so das Motto. Zwei Bands spielen im Hotel Edelweiss, „Jack in a Box“, ein englischer Barpianist und ein ehemaliger Regensburger Domspatz, und „Tex Orange“, vier Vollblut-Musiker mit australischem Frontmann. Rene Solo hingegen dürfte dem einen oder anderen aus „Starmania“, der österreichischen Version von „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt sein. Rene war dort im Finale, seitdem reist er als Solo-Künstler zusammen mit seiner Gitarre durch die Lande. Station gemacht hat er in „Striemitzer’s Esszimmer“.

Günter Wimmer sagt, dass sich die „Nacht der Musik“ weiter draußen bereits bewährt habe. „Eigentlich funktioniert es überall“. Dort, wo Live-Musik ist, wo die Stimmung gut und die Menschen versammelt sind, dahin zieht es auch die anderen. In Berchtesgaden wollte der Waginger klein anfangen, sechs Bands, „die Veranstaltung muss sich erst einmal einen Namen machen.“ Dass es zu funktionieren scheint, zeigt, dass der Bedarf da ist. „In Berchtesgaden ist doch sonst kaum was los. Sehr schöne Idee“, sagt ein Mittdreißiger aus Bischofswiesen, der mit zwei Freunden gekommen ist. Eine klassische „Kneipentour“ wollen sie machen. Dazu hätten sie ja nun die Gelegenheit. Eine Berchtesgadenerin mittleren Alters sagt, dass sie neugierig gewesen sei, das Konzept gefalle ihr: „Wenn es jetzt draußen auch noch warm wäre, wäre das der perfekte Abend“. Und so ist bis zur fortgeschrittenen Stunde im Markt viel Menschenverkehr. „Wir werden die Veranstaltung in jedem Fall wiederholen“, sagt Günter Wimmer. Einmal im Jahr, so sein Plan. Scheinbar geht er auf.

kp

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser