Mars-Gestein in Berchtesgaden

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Berchtesgaden - Unendlich lang ist die Reise, die die Gesteinsbrocken hinter sich haben. Dr. Melanie Kaliwoda hat ein paar Brocken Weltraum-Gestein nach Berchtesgaden gebracht.

Auch ein münzgroßes Stück vom Mars brachte die Mineralogin bei der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlung Bayerns in München mit. Schnell kann ein solch seltenes Objekt, ein Meteorit, der als „Sternschnuppe“ auf der Erde niedergeht, 10.000 Euro und mehr erreichen.

Weltraum-Gestein

Ein Gestein vom Mars

Bei Meteoriten werden drei Gruppen unterschieden: Es gibt Eisen-Meteorite, Eisen-Stein-Varianten und Stein-Objekte, die von gewöhnlichem Erdgestein kaum zu unterscheiden sind, sagt Kaliwoda, die sich beruflich mit nichts anderem als mit derartigen Flugkörpern und Mineralien beschäftigt. Sie weiß genau weiß, aus welchen Elementen Weltraum-Objekte zusammengesetzt sind. Dass etwa Eisen-Meteorite bis zu 70 Prozent Eisen enthalten. Ein entsprechendes Anschauungsobjekt hat sie mit dabei. Ein zigarettenschachtelgroßes, etwa ein Kilogramm schweres Exemplar. Das Innere glänzt merkwürdig silbern.

Dr. Melanie Kaliwoda

Schon ein kleines Stück kann 10.000 Euro und mehr kosten. Es gibt weltweit etwa 60 originale Marsstücke. 25 davon befinden sich in München. Ein Exemplar liegt in einer kleinen Plastik-Schatulle, wird herumgereicht. Der Marssplitter ist unscheinbar, aber für die Wissenschaft extrem wertvoll. Experten schätzen die Gesamtmenge an Meteoriten, die während ihres Eintritts in die Erdatmosphäre nicht verglühen und auf der Erde ankommen, auf etwa vier Tonnen. Der wohl bekannteste und größte auf der Erde niedergegangene Meteorit ist der Gibeon-Meteorit. Tausende Bruchstücke regneten damals in Afrika auf die Erde nieder. Über 26 Tonnen Gesteinsmaterial wurden davon bislang gefunden.

kp

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