Grünes Licht für Mehrgenerationenhaus

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Jugendreferentin Sabine Wimmer.

Berchtesgaden - In Berchtesgaden wird es ab Oktober ein Mehrgenerationenhaus für Jugendliche und Senioren geben.

Das beschloss der Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Mit gezielten Angeboten möchte der Markt Berchtesgaden sowie Jugendreferentin Sabine Wimmer „Begegnungen zwischen Jung und Alt“ ermöglichen.

Zunächst ist das Mehrgenerationenhaus auf einen Zeitraum von drei Jahren hin ausgelegt. Danach sei eine Vertragsbeendigung möglich, so Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp. „Entweder funktioniert das Konzept der offenen Arbeitsweise oder es funktioniert nicht“, sagte Jugendreferentin Sabine Wimmer. Insgesamt 60.000 Euro möchte der Markt für Jugend- und Seniorenarbeit locker machen. 45.000 Euro fließen in die Jugendlichen, 15.000 Euro werden für die Seniorenarbeit zur Verfügung gestellt.

Baustelle Mehrgenerationenhaus

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Das Mehrgenerationenhaus soll ein „Knotenpunkt für soziales Engagement“ werden, so Seniorenreferentin Elisabeth Homberg. Hermann Lochschmied (CSU) erkennt in der neuen Einrichtung ein „Experiment, das gelingen kann“. Michael Koller (Freie Wähler Berchtesgaden) bleibt skeptisch. Seiner Meinung nach gebe es bereits eine ausreichende Anzahl an Örtlichkeiten, in welchen ein ähnliches Konzept verfolgt werde. Auch Berchtesgadens altes Jugendheim hätte seiner Ansicht nach bestehen bleiben können. „Jetzt müssen wir zusätzliches Geld aufbringen“, konstatierte er. Überhaupt vertrete er die Meinung, „dass wir uns in Sachen Jugendarbeit besser koordinieren sollten“.

In der Gemeinde gebe es kaum einen Überblick, in welche Jugend-Projekte überall Geld flösse. Michael Widmann (Grüne) lobte die geplante offene Jugendarbeit: „Man darf, man kann, man muss aber nicht“, sagte er und meinte damit die Jugendlichen, denen zukünftig alle Möglichkeiten offen stehen. Hans-Jürgen Kortenacker (Berchtesgadener Bürgergruppe) sagte, man müsse nun gemeinsam an einem Strang ziehen. Ebenso Josef Wenig (Freie Wähler Berchtesgaden): Alle Jugendinstitutionen müssten nun an einen Tisch gebracht werden, um in Zukunft besser zusammenarbeiten zu können. Die Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhauses werden momentan renoviert. Bereits im Oktober soll das Haus mit einer großen Eröffnungsfeier eingeweiht werden.

kp

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