Besucher strömen ins Haus der Berge

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Berchtesgaden - Unabhängig von dem erfolgreichen Start bemängeln die Grünen, dass die Staatsregierung nicht genug in die Forschung im Nationalpark Berchtesgaden investiere.

Schon über 14.000 Besucher

Das "Haus der Berge" in Berchtesgaden ist erst seit kurzem eröffnet - schon hat es den ersten Besucherrekord geknackt. Mittlerweile haben bereits über 14.000 Gäste die Ausstellung im neuen Umweltbildungszentrum besucht, berichtet die Bayernwelle.

Der Haus der Berge-Chef Ulrich Brendel freut sich über den erfolgreichen Start und das enorme Interesse am "Haus der Berge". Er habe bereits von Skeptikern viele positive Rückmeldungen bekommen, sagte er dem Radiosender Bayernwelle Südost. Nach rund 5.000 Besuchern beim Bürgerfest am Freitag, sei das Haus auch am Tag der offenen Tür am Samstag regelrecht gestürmt worden. An dem Tag wurde auch der 10.000 Besucher geehrt: Die Marke knackte eine Familie aus Neuburg an der Donau.

Grüne: mehr Schein als Sein

Der klimaschutzpolitische Sprecher der Landtagsgrünen, Ludwig Hartmann, wirft der Staatsregierung vor, zu wenig für das Haus der Berge zu tun. Es werde letztlich nicht genug in das Projekt investiert.

Anlässlich der Eröffnung des Hauses sagte Hartmann, es gehe bei diesem Projekt "mehr um Schein als um Sein". "Weniger Personal als zugesagt, kein Geld für die Klimaforschung, keine Unterstützung der wichtigen Monitoring-Programme im Nationalpark. So droht das Haus der Berge - eigentlich gedacht als Informations- und Bildungszentrum - schnell zur reinen

Touristenattraktion ohne naturwissenschaftlichen Tiefgang zu verkommen", sagte Hartmann weiter.

FDP: Ein echter Leuchtturm im Nationalpark

Eine andere Einschätzung äußerte Tobias Thalhammer, umweltpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag: "Dieses Informations- und Bildungszentrum ist aus meiner Sicht ein echter Leuchtturm im Premium-Nationalpark Berchtesgaden, der die Menschen aus nah und fern anziehen und begeistern wird." Doch Thalhammer lässt im Detail eine kleine Kritik durchblicken, wie sie auch Hartmann schon geäußert hat. Er wolle "dazu beitragen, dass der Nationalpark Berchtesgaden von seiner finanziellen Ausstattung her zum Nationalpark Bayerischer Wald aufschließen kann – auch in personeller Hinsicht." Offenbar besteht auch aus seiner Sicht noch Nachbesserungsbedarf.

Ministerpräsident Horst Seehofer war am Freitag persönlich zur Eröffnung des Hauses der Berge nach Berchtesgaden gekommen. Auch Umweltminister Dr. Marcel Huber und Bundesverkehrsminister Ramsauer waren anwesend. Der Freistaat hat 15 Millionen Euro für den Bau der Einrichtung beigesteuert. Drei Millionen kamen von der EU, die letzte Million aus Drittmitteln.

Das "Haus der Berge" lief seit dem 10. Mai zwei Wochen im Probebetrieb. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer weihte es am vergangenen Freitag dann offiziell ein.

Haus der Berge: Prominenz bei der Eröffnung

Das "Haus der Berge" ist eröffnet

Rundgang durch das "Haus der Berge"

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