Amann folgt Schöbinger

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Der neue Vorstand des Vereins der Freunde des Heimatmuseums mit (von rechts) seinem ehemaligen Vorsitzenden Johannes Schöbinger, Schatzmeisterin Linda Pfnür, 2. Vorsitzendem Fritz Schelle, Schriftführerin Irmi Schöner-Lenz, dem neuen Vorsitzenden Dr. Hermann Amann und Museumsleiterin Friederike Reinbold.

Berchtesgaden - Der 1. Vorsitzende der Freunde des Heimatmuseums Berchtesgaden, vor kurzem 70 geworden, stellte sich bei der JHV nicht mehr zur Wiederwahl.

Ihm folgt sein bisheriger Stellvertreter Dr. Hermann Amann nach, dem die Versammlung einstimmig das Vertrauen aussprach. Harmonisch ging es bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Gasthaus Bier-Adam zu.

Nach der Begrüßung und dem Totengedenken an Dr. Manfred Feulner, Dr. Alfred Lang, Martin Rasp und Walburga Pichlerberichtete der Vorsitzende über die Mitgliederentwicklung. Elf Neuaufnahmen gab es heuer, so dass sich der aktuelle Mitgliederstand auf 179 beläuft. „Das ist beachtlich, darauf kann der Verein stolz sein“, betonte Johannes Schöbinger. Vier Beiräte unterstützen die Vorstandschaft: Konrad Knoglinger, Peter Reimers, Fritz Schelle und Hans-Jürgen Zimmermann.

In seinem Rechenschaftsbericht setzte der Vorsitzende fünf Schwerpunkte: So gab es neun Vorstandssitzungen über die laufende Vereinsarbeit, die Vorbereitung der verschiedenen Ausstellungen, das Jubiläum zum zehnjährigen Bestehen oder auch die Sicherheit des Museumszugangs. Gemeinsam mit dem Markt Berchtesgaden wurde eine Ergänzung der Ortswegweiser zum Heimatmuseum auf den Weg gebracht.

154.000 Euro für Ausstellungen

Darüber hinaus wurden gemeinsame Aktivitäten mit Peter Reimers besprochen, der seit Jahren eine kooperative kulturelle Partnerschaft zwischen Berchtesgaden und Oldenburg pflegt. „Peter Reimers hat in den vergangenen Jahren für die gemeinsamen Ausstellungen rund 154.000 Euro an Geldern zusammengebracht“, hob Schöbinger hervor.

Weiterer Schwerpunkt war die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, das Heimatmuseum Schloß Adelsheim ist schließlich eine Liegenschaft des Berchtesgadener Landes. In Gesprächen mit Landrat Georg Grabner und der Kämmerei ging es vor allem um Haushaltsfragen und den Tag des offenen Denkmals. Auch das vom Verein mitenwickelte Konzept für das Heimatmuseum wurde intensiv erörtert, erklärte der Vorsitzende.

Lagerung der Rohlinge ein Problem

Unbefriedigend ist dagegen noch die Lagerung von Rohlingen aller Art aus der Berchtesgadener Handwerkskunst, die viel Raum benötigen. Selbstverständlich stand die Unterstützung des Heimatmuseums - ideell wie finanziell - in besonderem Maß im Fokus. So brachte sich der Förderverein bei der Maskenausstellung, der Göll-Ausstellung und ganz aktuell beim Krippenweg ein. Die Ausstellung über Georg Renoth den Älteren wurde in eigener Regie durchgeführt.

Großer Einsatz war ebenfalls beim Tag des offenen Denkmals gefordert. „Die Mühe hat sich gelohnt, es war ein erfolgreicher Tag. Das sind motivierende Erfolgserlebnisse“, resümierte Schöbinger. Sein Dank galt der gesamten Vorstandschaft für die tatkräftige Unterstützung. Schließlich rief Schöbinger die Kulturfahrt zur bayerisch-österreichischen Landesausstellung und nicht zuletzt das erst kürzlich begangene Jubiläum des zehnjährigen Bestehens des Freundevereins in Erinnerung.

Unermüdlicher Einsatz

Zum Ende seines Berichts bedankte sich der Vorsitzende bei den engagierten Helfern, allen voran Fritz Schelle, „ohne dessen zupackende Art manches auf der Wunschliste geblieben wäre“. Aber auch alle anderen haben dazu beigetragen, „dass der unermüdliche Einsatz für unser Heimatmuseum erfolgreich war, es sind sicher einige hundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit zusammen gekommen“.

Applaus dankte dem scheidenden Vorsitzenden auch für sein Engagement. Einen durchwegs positiven Bericht konnte Schatzmeisterin Linda Pfnür abgeben - trotz größerer Investitionen steht der Verein nach wie vor finanziell sehr gut da. Die Kassenprüfer Gabi Köppl und Hans Hallinger bescheinigten eine einwandfreie und vorbildliche Kassenprüfung, die beantragte Entlastung der Vorstandschaft gewährte die Versammlung einstimming.

Überraschung für die erste Ausstellung 2013

Auch die Leiterin des Heimatmuseums, Friederike Reinbold, ließ das veranstaltungsreiche Jahr noch einmal Revue passieren: „Heuer war sehr viel geboten, ich darf mich ganz herzlich für die Unterstützung des Vereins bedanken“, so Reinbold, die für die erste Ausstellung 2013 eine Überraschung versprach.

Die Neuwahl ergab einen Wechsel an der Spitze, viele bewährte Kräfte setzen sich dagegen nach wie vor im Vorstand ein. Unter der Leitung von Ernst Wittmann wurde die Neuwahl zügig durchgeführt, alle Kandidaten wurden jeweils einstimmig gewählt. Dem neuen Vorstand gehören an: 1. Vorsitzender Dr. Hermann Amann, 2. Vorsitzender Fritz Schelle, Schriftführerin Irmi Schöner-Lenz, Schatzmeisterin Linda Pfnür, Kassenprüfer Gabi Köppl und Renate Rauscher.

Dank an den scheidenden Vorstand

Nach der Neuwahl ließ es sich der neue 1. Vorsitzende Dr. Hermann Amann nicht nehmen, die Arbeit seines Vorgängers zu würdigen: „Leider ist es uns nicht gelungen, ihn zu einem Rücktritt vom Rücktritt zu bewegen, das bedauern wir sehr.“ Er überreichte Johannes Schöbinger zum Abschied eine symbolträchtige Weinkombination, „einen spritzigen Riesling und einen tiefgründigen Roten“.

Auch der nach zehn Jahren aus dem Amt scheidende Kassenprüfer Hans Hallinger durfte sich über ein Präsent freuen: Eine verbale Girlande und ein Präsent von Landrat Georg Grabner gab es von dessen Stellvertreter Rudolf Schaupp. Er würdigte Schöbingers Einsatz für den „gut aufgestellten und bestens verwalteten Verein -  du warst auch ein Garant dafür, dem Heimatmuseum ein neues Image zu verpassen“.

Auch Berchtesgadens Dritter Bürgermeister Bartl Mittner würdigte die Verdienste Schöbingers für den Förderverein: „Es ist wichtig, dass es diesen Verein gibt, denn er zeigt die Verbundenheit der Bürger mit dem Juwel Heimatmuseum.“

tj/bit

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