Feiern bei jedem Wetter

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Berchtesgaden - Mit Sonne war man am vergangenen Samstag in den Tag gestartet: Beste Voraussetzungen für das diesjährige Marktfest in Berchtesgaden. Eine Bilanz:

Spätestens am Nachmittag sollte sich zeigen: Das Wetter macht – mal wieder – einen Strich durch die Rechnung. Nach kräftigen Regenschauern und heftigem Gewittter, dem Abbruch der Live- Musik und einer kurzfristig einberufenen „Krisensitzung“ der Marktgemeinschaft, entschied man sich dann doch für’s Weitermachen. Eine weise Entscheidung.

Alles hatte so gut begonnen: Am Vormittag zog es die Menschen in den Markt. Kein Wunder, war doch für den Samstag ein reichhaltiges Programm angekündigt worden. Das Marktfest, jedes Jahr am ersten Samstag im August veranstaltet, bot alles, was das Herz begehrt. Kulinarisch kam jeder Besucher auf seine Kosten, Kinder hatten Spaß in der Spielstraße und für die Ohren gab es den ganzen Tag über abwechslungsreiche Einlagen. Los ging es mit der Rot-Weiß-Blau Musi, die am Triembachereck für Stimmung sorgte. Bei sommerlichen Temperaturen füllten sich rasch Tische und Bänke. Bayerisch-zünftig ging es mit der Gerer Kadoffe Musi weiter, die den Weihnachtsschützenplatz unterhielt. Und die Marktkapelle Berchtesgaden tat ihr Übriges am Eselsplatz, wo sie in bewährter Weise ihr Repertoire zum Besten gab.

Impressionen des Marktfestes

Mehrere Verkaufs- und Informationsstände sorgten für Abwechslung beim Flanieren. Wer Lust auf Gegrilltes hatte, wurde fündig, aber auch ausgefallene Wünsche, um den Hunger zu stillen, wurden erfüllt. Die Dr.-Imhof-Straße war ganz in der Hand der jüngeren Marktbesucher. Mit einem Kettcar ging es für die Jung-Schumis ins Rennen. Beim Stockschießen lenkten die Jungspunde den Holzstock in ein mit Punkten markiertes Ziel. Der Höhepunkt der Spielstraße war wie jedes Jahr die große Hüpfburg. Dort ging es heiß her. Mädchen und Buben überboten sich mit akrobatischen Kunststückchen und wer höher in die Luft springen konnte, galt als Sieger.

Auch Flohmarkt-Freunde kamen auf ihre Kosten. Rund um die Spielstraße boten viele Familien nützliche Dinge an, Kleidung, Spielsachen, Gebrauchsgegenstände. Als das Wetter am späten Nachmittag umschlug, dann der Regen kam, leerten sich die Plätze, die Menschen flüchteten unter Dächer und Schirme. Mit dem Gewitter war der Spaß jedoch vorbei. Die Musikgruppen mussten aufhören zu spielen. Brigitte Reiter von der Marktgemeinschaft: „Wegen des Gewitters hätte es Probleme mit der Technik geben können“. Deshalb entschied man sich bei den Verantwortlichen aufzuhören. Das Marktfest vor dem Aus? „Nein“, so Reiter, „wir haben es bislang immer und bei jedem Wetter durchgezogen“. Also wurde kurzerhand eine Krisensitzung einberufen, dann plötzlich grünes Licht und es ging weiter wie gehabt.

Der Wettergott hatte Einsicht, der Himmel riss auf und die Leute kamen wieder. In großer Anzahl, sodass an manchem Platz kurzfristig ein gewaltiger Menschenauflauf zusammenkam. Woody’s Folkhouse sorgte für die ruhigeren Klänge am Weihnachtsschützenplatz. Am Triembachereck hingegen war es Club 3, die das Publikum zum Mittanzen und –singen anheizten. Und vor dem Schlossplatz, bei „Kurz a Curry“, wurden die Freunde feinster elektronischer Musik in Ekstase versetzt. Eine überdimensionale Disco-Kugel, die mit Schwarzlichtstrahlern beleuchtet wurde, schaffte eine eindrucksvolle Stimmung an den umliegenden Hauswänden: Dort tanzten unzählige kleine Lichtpunkte wie wild über die Fassaden. Gegen Mitternacht war die musikalische Party dann vorbei, die Menschen feierten aber weiter. Gegen halb zwei gingen die meisten nach Hause.

kp

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