Mit dem Rad-Crack über Stock und Stein

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Berchtesgaden - Mit Bike-Profi Flo Gottschlich kann man ein grandioses Abenteuer erleben. In einem Camp biken Vater und Sohn gemeinsam.

Vater und Sohn zusammenbringen - gemeinsam auf dem Fahrrad. Wenn schon, dann richtig. Deshalb hat Flo Gottschlich, Profi-Biker aus Bischofswiesen, beschlossen, ein Mountainbike-Camp auf die Beine zu stellen, in dem man alles rund um’s Rad lernt. Von der Theorie bis hin zur Fahrtechnik. Vier Tage lang gemeinsames „Biken“ in Saalbach-Hinterglemm, übernachtet wird auf dem Spielberghaus. Das Motto: „One and a half men“ sagt Gottschlich. Denn in der Tat sollen die teilnehmenden Buben nur zwischen neun und 13 Jahre alt sein. „Dann lernt man das Radfahren richtig“.

Flo Gottschlich ist überzeugt davon, dass das Camp, das vom 21. bis 24. August stattfindet, ein voller Erfolg wird. Nur fünf Vater-Sohn-Duos können teilnehmen. „Der Vorteil ist, dass wir uns intensiv um alle kümmern können.“ Die Radfahrerei sei ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Und deshalb ist er zuversichtlich, seine Motivation auf andere übertragen zu können. Die vier Tage Mountainbike-Camp werden bis obenhin mit Programm gefüllt sein. „ Wir beginnen damit, wie man das eigene Rad checkt“, erklärt der Rad-Crack. Mit Kurventechnik und wie man sich im Gelände verhält, geht es weiter. Auch, wie das Fahren auf Schotter funktioniert, soll ein Thema des mehrtägigen Entdeckertrips sein. „Wichtig ist, dass Kinder dafür ein Gefühl kriegen“.

Denn Fakt ist: Immer mehr Jugendliche entdecken das Fahrrad für sich, weiß Gottschlich. Mountainbiken wird wieder in. Vor allem bei Buben, aber auch die weibliche Fraktion macht sich das geländegängige Fahrrad zu eigen. In sogenannten Biker-Parks frönen die Sportler ihrem Hobby, oft ist es aber mehr als das. Eine Lebenseinstellung. Zum Abschluss des Camps möchte Gottschlich mit den Teilnehmern soweit sein und den einen oder anderen Trail fahren können. Trails sind in der Regel zwischen 30 und 60 Zentimeter breite Pfade, oft über Stock und Stein, inklusive Bodenwellen, Sprünge oder Steilkurven. Die Trainingseinheiten werden gefilmt, am Abend gibt es eine Videoauswertung. „Auf bewegten Bildern lasen sich Fehler besser analysieren“. Gottschlich, der sich schon seit längerem dafür einsetzt, den Bike-Sport auch im Berchtesgadener Talkessel zu etablieren, hätte das Camp gerne vor Ort veranstaltet.

Wenn denn die Möglichkeiten da wären. Am Götschen etwa wären Trails möglich, ein Biker-Park für den Sommer, drei bis vier Strecken mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Im Sommer sei sowieso nicht so viel los wie im Winter. „Das Einzugsgebiet ist groß“, weiß der Experte. Biker sind bereit, weite Strecken in Kauf zu nehmen, um ihrem Hobby nachgehen zu können. In Österreich, dort, wo es Biker-Parks bereits gibt, funktioniere es ja auch, sagt er. „Aber jeder ist erst mal vorsichtig, wenn ich bei uns daheim das Thema anschneide“. Eine gute Nachricht hat Flo Gottschlich für Mountainbike-Freunde dennoch parat: „Bei uns im Talkessel wird ein Übungsparcours entstehen“. Wo, das verrät er allerdings noch nicht. „Das wird eine super Sache“, sagt er. Weitere Infos zum Camp unter flo@flowinger.de.

kp

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