Wanderer nachts auf Watzmann gefangen

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Das Watzmann-Bergmassiv

Berchtesgaden - Von der Erschöpfung übermannt: Ein Bergsteiger konnte mit seiner Wandergruppe nicht mehr mithalten und musste die Nacht am Watzmann verbringen.

Eine Gruppe Bergsteiger hatte am Dienstag, 16. Juli, vom Watzmannhaus aus die Überschreitung des Watzmann-Gipfelmassives begonnen. Als gegen Mittag einer der Wanderer unbemerkt zurückblieb und sich so die Gruppe getrennt hatte, glaubte diese, dass ihr Freund irgendwo umgedreht sein musste und zurück zum Watzmannhaus gegangen war.

Tatsächlich jedoch war der Niederbayer in schwieriges Gelände geraten und nach einer Nacht im Freien auch ziemlich geschwächt. Er scheiterte beim Versuch, aus dem Graben, in dem er steckte, herauszuklettern.

Durch Hilferuf entdeckt

Der 52-jährige Bergsteiger rief anschließend um Hilfe und wurde gegen 8 Uhr morgens von anderen Wanderern gehört und entdeckt. Diese verständigten die Bergwacht. Mit dem Notarzthubschrauber "Christoph 14" flogen Bergretter aus Ramsau zur Watzmann-Südspitze, um den Mann zur Hilfe zu kommen.

Ein Retter der Bergwacht versorgte den Mann. Die Besatzung von „Christoph 14“ flog ihn dann in einem Rettungssitz gesichert am sieben Meter kurzen Rettungstau zum Zwischenlandeplatz an der Grieshütte. Dort wurde er in den Hubschrauber umgelagert und zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen.

Am Watzmann-Bergmassiv

Leider ist immer häufiger zu beobachten, dass Bergsteiger ihr Können und ihre Kondition überschätzen und sich so in akute alpine Gefahr begeben. Wanderpartner, eine gute Ausrüstung mitsamt Essen und Trinken, eine Bergkarte und ein Handy sind deshalb die besten Begleiter und ein Muss für jeden Alpinisten.

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