Acht Jugendliche gehen "Back to Nature"

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Das selbst gebaute Floß (links) hat alle Teilnehmer des „Back to Nature-Camps“ im Nationalpark Berchtesgaden sicher über den Hintersee in der Gemeinde Ramsau transportiert. Unter der Leitung von Matthias Eberspächer (l.) und Ramona Zimmermann (2.v.r.) verbrachten acht Jugendliche drei Tage lang in der Wildnis des Nationalparks Berchtesgaden.

Berchtesgaden - Unter dem Motto „Back to Nature“ ging es für acht Jugendliche im Nationalpark Berchtesgaden drei Tage lang zurück zu den Wurzeln der Natur.

Feuer machen, Fische ausnehmen, Floßbauen und Nachtwanderungen stellten die zwölf bis 15- jährigen Kids vor herausfordernde Aufgaben. Betreut wurde die Gruppe von Matthias Eberspächer, der derzeit das von der Commerzbank geförderte „Praktikum für die Umwelt“ im Nationalpark absolviert.

Beim ersten „Back to Nature-Camp“ hatten sich im vergangenen Jahr zwölf Jungen den Herausforderungen gestellt. In diesem Jahr waren die Mädchen mutiger: Fünf Mädels und drei Buben wagten sich in die Wildnis des Nationalparks. Die 12- bis 15-jährigen Jugendlichen aus Bischofswiesen, Surheim, Anger, Reichenhall, Piding und Freilassing verbrachten drei Tage lang ohne Internet, Handy und warme Dusche in der Selbstversorgerhütte „Engert Holzstube“ im Klausbachtal. Das es auch ohne multimediale Unterhaltung nicht langweilig wird, stand gleich zu Beginn des Camps fest.

Mit Kennenlernspielen und Übungen zur besonderen Naturwahrnehmung ging der erste Tag zu Ende. Die Nacht war nur kurz, denn am nächsten Morgen startete die Gruppe bereits um 4.45 Uhr zu einer Sonnenaufgangs- Wanderung auf den Schaflsteig an der Reiteralm. Die Frühaufsteher wurden mit einem spektakulären Ausblick auf den Nationalpark belohnt und für viele war dies bereits das schönste Erlebnis der gesamten Veranstaltung.

Nationalpark-Mitarbeiterin Ramona Zimmermann schwärmt: „Der Sonnenaufgang wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Wie wir im Wald saßen und alle ruhig zugesehen haben, wie sich die Sonne langsam ins Klausbachtal schiebt, das war ein toller Moment.“ Doch das Betreuerteam hatte noch mehr Höhepunkte auf Lager: Am Nachmittag wurden Forellen und Stockbrot zubereitet, natürlich über einem selbst entzündeten Lagerfeuer. Nach einer Nachtwanderung im Laternenschein verwanden die Jugendlichen müde in den Matratzenlagern.

Am dritten Tag des „Back to Nature-Camps“ mussten die Teilnehmer eine schwierige Abschlussaufgabe bewältigen: Ein Floß sollte gebaut werden, das die gesamte Gruppe über den Hintersee trägt. „Das war gar keine so leichte Aufgabe“, erinnert sich Matthias Eberspächer, der derzeit das „Praktikum für die Umwelt“ im Nationalpark Berchtesgaden absolviert. „Doch weil die Gruppe in der kurzen Zeit schon so toll zusammengewachsen war, haben die Teilnehmer auch diese schwierige Aufgabe mit Bravour bewältigt“.

Aufgrund des großen Erfolges soll das „Back to Nature-Camp“ im Nationalpark Berchtesgaden auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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