Zusätzliche Mittel für die Forschung

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Martin Neumeyer sichert Landrat Georg Grabner weitere Fördermittel für das einzigartige Schülerforschungszentrum zu.

Berchtesgaden - Weitere finanzielle Mittel für das Schülerforschungszentrum verspricht Martin Neumeyer gegenüber Landrat Georg Grabner. Eine Bedingung gibt es aber:

Es sei ein „Vorzeigeprojekt“, das auf dem Prinzip der Vernetzung beruhe, sagte der wissenschaftliche Leiter am Schülerforschungszentrum, Dr. Andreas Kratzer. Und Martin Neumeyer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nickte bedächtig während er zuhörte. Sein Ministerium ist für die ländliche Entwicklung zuständig. Erschienen war er, um sich zu informieren. „Gut ausgebildeter Nachwuchs ist wichtig“, sagte er. „Wir brauchen weiterhin Unterstützung zur Entwicklung“, forderte hingegen Kratzer. Neumeyer sicherte diese zu. Unter einer Bedingung.

Schülerforschungszentrum bekommt mehr Geld

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„Modellcharakter“ besitze die Einrichtung, die im vergangenen Jahr vom Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer eröffnet worden war. Einzigartig sei sie im bayerischen Raum. Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp weiß, dass viele Betriebe vor Ort über Nachwuchssorgen klagten. „Naturwissenschaft und Technik sind aber wichtig“. Um die Begeisterung zu wecken, dafür brauche es solche Einrichtungen wie das Schülerforschungszentrum. Auch, weil man dort handwerklich viel lernen könne. „Die Zeiten, in denen man mit dem Opa gemeinsam ein Vogelhaus baute, sind vorbei“, so Rasp. Und deshalb war es naheliegend, die Räumlichkeiten des alten Gymnasiums zur Verfügung zu stellen. Landrat Georg Grabner, für den Bildung nach eigener Aussage eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt ist, war Feuer und Flamme, und hat deshalb jeden Hebel in Bewegung gesetzt, die Bildungseinrichtung im Berchtesgadener Land verwirklichen zu können („Das wäre doch mal was“.). Mit Erfolg. Fördertöpfe wurden angezapft, Stiftungsgelder bereitgestellt, die Gemeinde leistete auf eigenes Risiko einen Eigenanteil in Höhe von 270.000 Euro.

Auch das Ministerium von Martin Neumeyer war mit von der Partie und als Geldgeber beteiligt. Aus dem Leader-Förderprogramm stellte Neumeyer 350.000 Euro zur Verfügung. Das Ergebnis ist das Schülerforschungszentrum: Als ein „Vorzeigeprojekt für ganz Bayern“ bezeichnete er es. Damit Betriebe vor Ort geeigneten Nachwuchs finden können – zumindest aber das Interesse geweckt werde. „Ich finde es großartig“, sagte er, während er sich bei einem Rundgang einen Eindruck verschaffen konnte. Noch befindet man sich ganz am Anfang, sagte Kratzer. Nachholbedarf gebe es etwa in der Zusammenarbeit mit der Mittelschule. Und auch mit den Gymnasien müssten weitere Gespräche stattfinden, um den Lehrplan und die Angebote der Forschungseinrichtung besser aufeinander abzustimmen. Um gar größere Projekte umsetzen und Schüler für wissenschaftliche Arbeiten über eine längere Zeit gewinnen zu können, bedürfe es weiterer finanzieller Mittel, sagte Kratzer. „Wer A sagt, muss auch B sagen“, so die vielsagende Antwort von Amtschef Neumeyer. Allerdings machte er weitere Unterstützung mit Geldmitteln abhängig von einer verstärkten Partnerschaft über die Landkreise hinweg.

Es sollen in Zukunft also auch Kinder und Jugendliche aus anderen Landkreisen das Schülerforschungszentrum nutzen, wenn es nach Neumeyer geht. Dann gibt es auch zusätzliches Geld für die Bildungseinrichtung. Mit dem Vorhaben sei es voraussichtlich aber machbar, den Leader-Fördertopf ein weiteres Mal anzuzapfen.

Landrat Georg Grabner hatte auch eine gute Nachricht mit im Gepäck. Das Schülerforschungszentrum erhält eine neue Bestuhlung. Die jahrzehntealten Holzstühle, auf denen schon so mancher Abiturjahrgang gesessen hatte, werden komplett ausgetauscht.

kp

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