Baubeginn beim Haus der Berge

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Karl Sollerer, Bauleiter des Staatlichen Bauamtes Traunstein; Thomas Ossig und Werner Schmölzl von der Firma Schmölzl GmbH; Dr. Thomas Decker, Staatliches Hochbauamt Traunstein; Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp sowie Dr. Michael Vogel und Ulrich Brendel vom Nationalpark Berchtesgaden (v.l.) freuen sich über den Beginn der Bauarbeiten.

Berchtesgaden - Auf dem Gelände des geplanten „Haus der Berge“ in Berchtesgaden rollen seit Anfang dieser Woche die Bagger. In der ersten Bauphase heben sie die Baugruben für die Fundamente des neuen Umweltbildungs- und Informationszentrums aus.

Bis Anfang September werden rund 6000 Kubikmeter Erdreich bewegt, anschließend kann mit dem Bau des Gebäudes begonnen werden. Bis Ende 2010 soll der Rohbau fertig gestellt sein. Die Eröffnung des „Haus der Berge“ ist für Ende 2012 geplant.

„Wir freuen uns sehr, dass es nun endlich losgeht“, frohlockt Nationalpark-Leiter Dr. Michael Vogel. „Nach sieben Jahren intensiver Planung tut der Anblick all der fleißigen Arbeiter hier auf dem Gelände richtig gut!“

Auf dem rund 17.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Hanielstraße und Gmundberg in Berchtesgaden entsteht eines der modernsten Besucherzentren der Alpen. „In der Ausstellung wandert der Besucher vom Grund des Königssees durch die Lebensräume Wald und Almen bis hinauf in Fels und Karst“, verrät Projektleiter Ulli Brendel von der Nationalparkverwaltung. „Natürlich alles barrierefrei“.

Die Planung der Ausstellung liegt in den Händen des Ateliers Brückner aus Stuttgart, das derzeit die so genannte „Bergvitrine“ als Höhepunkte der Ausstellung plant und gestaltet. Gebaut wird auf der Großbaustelle in Berchtesgaden bis zum ersten Schneefall. Doch auch im Winter nimmt das „Haus der Berge“ weiter Formen an – allerdings im Werk: Dort fertigen Fachleute ab November die Holzkonstruktionen, die im Frühjahr vor Ort montiert werden. Abschließend stehen die aufwändigen Innenausbauten und der Aufbau der Ausstellung auf dem Programm. Die Erdarbeiten für die direkt angrenzenden Umweltbildungswerkstätten und für das Außengelände sind für April und Mai 2011 vorgesehen.

Auftraggeber des „Haus der Berge“ ist das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Bei den erforderlichen internationalen Ausschreibungen hat das Staatliche Bauamt Traunstein den gesamten Auftrag auf mehrere kleine Gewerke aufgeteilt, um auch regionalen Anbietern eine Chance zu geben. „Dieses Konzept hat sich bislang bewährt“, freut sich Dr. Vogel. „Sowohl die Erdarbeiten als auch den Rohbau übernehmen bereits Firmen aus der näheren Umgebung.“ Weitere Ausschreibungen beispielsweise für Holzbau und Elektroinstallationen erfolgen anschließend.

Derzeit sucht das Team von Ulli Brendel in der Region und darüber hinaus nach Sponsoren für Ausstellung, Umweltbildungswerkstätten und Außengelände. Die Grundausstattung ist über den Gesamtetat zwar gesichert, zur Optimierung einzelner Elemente ist die Nationalparkverwaltung jedoch auf Sponsoren angewiesen.

Die offizielle Grundsteinlegung für das „Haus der Berge“ soll Anfang Oktober durch den Bayerischen Umweltminister Dr. Markus Söder erfolgen.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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