"Bahnfahren muss 'in' sein!"

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Landrat Georg Grabner ist ein glühender Verfechter des Konzeptes Regional-Stadt-Bahn.

Grödig - Über 50 Bürgermeister aus dem Berchtesgadener Land, Traunstein, Salzburg und Oberösterreich haben am Donnerstagmittag gezeigt, wie ernst es ihnen mit der Regional-Stadt-Bahn ist.

Ein Öffentlicher Personennahverkehr auf der Schiene, der Salzburg, Bayern und Oberösterreich miteinander verbindet, das ist die Idee der Regional-Stadt-Bahn. Im 20-Minuten-Takt sollen die Bahnreisenden die Verbindungen durch die bayerischen und österreichischen Landkreise nutzen können. "Umso näher die Züge der Stadt Salzburg kommen, um so enger wird der Takt", versuchte Thalgaus Bürgermeister Martin Greisberger seine Kollegen zu begeistern. "Im ländlichen Bereich soll die 20-Minuten-Taktung mindestens 18 Stunden am Tag gefahren werden, in der Stadt vielleicht sogar 24 Stunden lang."

Die Kollegen mussten nicht begeistert werden. Sie waren am Donnerstagmittag nach St. Leonhard gekommen, 'um ein Zeichen zu setzen, wie ernst es ihnen mit der Idee ist.' Da die 'hohe Politik' bei der Bürgermeister-Konferenz aber nicht anwesend war, wurde ein Bürgermeister-Brief unterzeichnet. Der soll die zuständigen Länderregierungen in Salzburg, Oberösterreich und Bayern sowie die Bundesverkehrsministerien in Berlin und Wien über die Idee der Grenzregion informieren.

Startschuss für Regional-Stadt-Bahn

"Der Personennahverkehr muss mehr Bedeutung bekommen", fordert der Landrat des Berchtesgadener Landes, Georg Grabner. Mit Hilfe einer Machbarkeitsstudie soll jetzt zu allererst herausgefunden werden, welche Trassen technisch und wirtschaftlich möglich wären. "Dabei können wir EU-Förderungen beantragen, da es sich um ein grenzüberschreitendes Projekt handelt", bestätigte Grabner.

Sobald diese Mittel bestätigt sind, soll es eine öffentliche Ausschreibung für die Studie geben. "Im Herbst 2013 oder Anfang 2014 könnten wir dann ein Ergebnis haben und, wenn es die hohe Politik will, vielleicht in sechs oder sieben Jahren mit dem Bau beginnen", erläuterte Greisberger.

Bis es aber soweit ist, legten die Bürgermeister bei einem symbolischen Schwellenschlag Hand an.

Christine Zigon

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