Bahn-Problem: Es tut sich was

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Mit schwerem Gerät wurden die abgebauten Oberleitungsmasten aufgeladen und abtransportiert.

Bischofswiesen - Nach Gesprächen von BGLand24 mit Bürgermeister Toni Altkofer und der Deutschen Bahn AG scheint Bewegung in die Problematik in Bischofswiesen zu kommen.

"Die Masten werden diese Woche abtransportiert", verkündete Altkofer am Montag stolz BGLand24. Tatsächlich waren die Arbeiter während des Gesprächs schon dabei, die im November abgebauten Oberleitungsmasten zu entsorgen. Das soll offenbar auch mit dem alten Bahnhofshäuschen Winkl-Sellboden passieren, zumindest versprach Klaus-Dieter Josel von der Deutschen Bahn, sich darum zu kümmern.

Das Häuschen am ehemaligen Bahnhof Winkl-Sellboden könnte bald der Vergangenheit angehören.

Zusammen mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hielt Altkofer eine Telefonkonferenz mit Josel ab. Für die ersten beiden Probleme gab es schnelle Lösungen. Schwieriger gestalten sich dagegen die Lösungen der Zuständigkeit in der Tristramschlucht und die Gestaltung des Bahnhofs Bischofswiesen.

"Die Zuständigkeit für die Steinschlagschutz-Massnahmen in der Tristramschlucht wird wohl vor Gericht entschieden werden", befürchtet Altkofer. Er werde zwar noch ein Schreiben an die Bahn richten, dass man eine Putzaktion und Gefahrenuntersuchung gemeinsam finanzieren könnte, allerdings müsse vorher die Bahn Grundmassnahmen ergreifen.

Eine Mauer schützt die Bahnstrecke in der Tristramschlucht vor Steinschlägen, der danebenliegende Wanderweg ist ungeschützt.

Ob in Sachen Bahnhof Bischofswiesen überhaupt Massnahmen ergriffen werden, ist unklar. Die Patron Capital Ltd hat das Gebäude gepachtet. Für die Pflege und Gestaltung ist aber die Main Asset Management GmbH zuständig. Diese will Altkofer auffordern, den Bahnhof schöner zu gestalten. Ramsauer und Josel wollen ihn mit Begleitschreiben unterstützen. Denn "die Bahn unterstützt die Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele 2018, aber der Bahnhof Bischofswiesen ist kein Aushängeschild. Das nenne ich inkonsequent", so Altkofer.

In Sachen zuätzliche Bahnhaltepunkte für Bischofswiesen versprach Josel, sich um die Inbetriebnahme des bestehenden Bahnhofs Hallthurm einzusetzen. Um die Diskussion, einen Bahnhof Winkl-Siedlung zu bekommen, wieder zu entfachen, empfahl Ramsauer dem Bürgermeister, gemeinsam mit Landrat Georg Grabner und dem heimischen CSU-Landtagsabgeordneten Roland Richter einen Gesprächstermin bei Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil zu bekommen. Dann könne die Problematik noch einmal persönlich dargelegt werden.

Christine Zigon

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