Energieverbrauch um 72% gesenkt

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Freuten sich gemeinsam (v. l.): Bürgermeister von Schönau am Königssee, Stefan Kurz, Architekt Wolfgang Schulze, Gemeindebaumeister Hans Brüggler sowie Architekt Alexander Dinter.

Schönau am Königssee - Die Kindertagesstätte ist eine von 25 öffentlichen Gebäude, welche für eine Broschüre über die energetische Modernisierung ausgewählt wurde.

Zu einer Ausstellungseröffnung im Foyer der Regierung von Oberbayern trafen sich vor kurzem zahlreiche geladene Gäste. Im feierlichen Rahmen wurde eine Broschüre über die energetische Modernisierung von Schulen, Verwaltungsgebäuden und Kindertagesstätten präsentiert, in der beispielhafte Maßnahmen im Rahmen des Konjunkturpakets II der Bundesregierung vorgestellt und ausgezeichnet werden.

Aus rund 1500 Bewerbungen wurden 400 Projekte gefördert, rund 25 davon wurden nun für eine Broschüre ausgewählt, darunter auch die Kindertagesstätte der Gemeinde Schönau am Königssee. Die Maßnahme, bei der der Energieverbrauch der Einrichtung um 72 Prozent gesenkt werden konnte, wurde konzipiert und umgesetzt von Schulze-Dinter-Architekten aus Berchtesgaden.

Mit mehr als 266 Millionen Euro Zuschüssen des Bundes und des Freistaats Bayern sind im Rahmen des Konjunkturpakets II und der Investitionspakte 2008 und 2009 in den vergangenen Jahren rund 400 Schulen, Sporthallen, Kindertagesstätten und kommunale Verwaltungsgebäude in Oberbayern saniert worden. Dabei standen jeweils energetische Verbesserungen im Vordergrund.

Nachdem die Förderprogramme des Konjunkturpakets II zum Jahreswechsel geschlossen wurden, wird nun die durchgängig hohe Qualität der Ergebnisse erkennbar. „Wir wollen deshalb mit der Broschüre Energetische Modernisierung von Schulen, Kindertagesstätten und Verwaltungsgebäuden zumindest eine kleine Auswahl von beispielhaften Projekten einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen“, betonte Regierungsvizepräsident Ulrich Böger anlässlich der Informationsveranstaltung in der Regierung von Oberbayern in München. Bei energetischen Verbesserungen im Gebäudebestand kommt Städten und Gemeinden sowie anderen öffentlichen Bauherrn eine Vorbildfunktion zu.

Viele hatten die Chance, die sich mit den hohen Förderquoten in den Sonderprogrammen bot, genutzt und nicht nur energetische Verbesserungen, sondern auch weitere Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. So wurden beispielsweise der Brandschutz auf den aktuellen Stand gebracht oder Barrieren für Menschen mit Behinderungen abgebaut. Teilweise wurden die Maßnahmenkonzepte sogar zu Generalsanierungen aufgeweitet oder gar Ersatzneubauten realisiert, wenn eine Modernisierung des Altbaus wirtschaftlich nicht mehr vertretbar war. Insgesamt konnte so ein Investitionsvolumen von mehr als 486 Millionen Euro in Oberbayern angestoßen werden.

kp

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