Almwirtschaft „qualitativ hochwertig“

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In der Bischofswieser Pfarrkirche ist anlässlich des Almbauerntages ein Alm-Modell aufgebaut worden.

Bischofswiesen - Der 62. Berchtesgadener Almbauernjahrtag - ein Grund über den vergangenen Sommer Bilanz zu ziehen, aber auch die schwierige Lage der Berg- und Almbauern zu diskutieren.

Rund 240 Almbauern, Sennerinnen und Vertreter der Almwirtschaft waren am Sonntag in den festlich geschmückten Saal des Brennerbräu in Bischofswiesen gekommen. Sie waren mit ihrer Tracht genauso geschmückt und nach dem Gottesdienst feierlich eingestimmt. Fuikln und Kuhglocken taten ihr übriges.

„Wenn auf der Alm kein Vieh mehr ist, lebt der Berg nicht mehr und der Tourismus wird geschädigt“, gab Bezirksalmbauer Kaspar Stanggassinger gleich am Anfang zu bedenken. Die fleißigen jungen Leute könnten nicht vom Idealsimus leben. Deshalb forderte Stanggassinger die Politiker auf, „ihre Hausaufgaben zu machen“ und die Bergbauern in aller Welt „zusammen zu halten“.

Zum Almbauerntag festlich geschmückt

Wie Landrat Georg Grabner berichten konnte, hätten sich die Landräte aus dem Alpengebiet mit dem almwirtschaftlichen Verein Oberbayern getroffen. Man habe Problembereiche besprochen und an das Ministerium geschrieben. „Hier ist es wichtig zusammenzuhalten und gemeinsam ein Ziel zu verfolgen“, betonte Grabner.

Berg- und Almbauern würden einen attraktiven Lebensraum schaffen, erklärte Rupert Wörndl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Offenhaltung der Landschaft, Sicherung der Artenvielfalt, Erhalt von Kultur und Brauchtum und artgerechte Tierhaltung seien da nur Beispiele. Die Almgebiete würden von den Almbauern am günstigsten und qualitiativ am besten bewirtschaftet.

Und genau deshalb sind auch Gertraud Enzinger von der Edner-Alm in Anger für 35, Katharina Reichenberger von der Steiner Alm in Piding für 25 und Simon Kamml von der Salet-Alm am Königssee für fünf Almsommer geehrt worden.

red-bgl24/cz

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