„Äußerst unbefriedigende Abwicklung“

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„Äußerst unbefriedigend“: Die auf drei Wochen angesetzten Baumaßnahmen in der Königsseestraße dauern bereits sieben Wochen an.

Berchtesgaden - "Äußerst unbefriedigend" befand Franz Rasp die Situation in der Königsseerstraße: Die auf drei Wochen angesetzten Baumaßnahmen dauern schon sieben Wochen.

Ursprünglich war ein Zeitfenster von drei Wochen vorgegeben, „daraus sind nun sieben Wochen geworden“, sagte Hans-Jürgen Kortenacker (Berchtesgadener Bürgergruppe). Ein Ende sei nicht klar auszumachen – „das ist eine Sauerei“, so der Gemeinderat.

Schuldige seien die Verantwortlichen, die zunächst einen eng gesteckten Zeitplan aufgestellt hatten, diesen nun aber um mehr als das Doppelte ausgereizt haben. Das Problem sei, so Bürgermeister Franz Rasp, dass es sich bei der Königsseestraße um eine Bundesstraße handle, „bei der wir kein wirkliches Mitspracherecht haben.“ Lediglich gehört werde der Markt Berchtesgaden. Die Entscheidungsgewalt liege beim Landratsamt Berchtesgadener Land. Kortenacker bat darum, vergleichbare zukünftige Projekte im Vorfeld besser abzustimmen. Bürgermeister Rasp sagte, dass man „alles dran setzen“ werde, immerhin die Kanalbaumaßnahmen beim „Haus der Berge“ voranzutreiben und von vornherein abzukürzen. Fairerweise, so Rasp, müsse man bei der Baustelle in der Königsseestraße aber festhalten, dass das „Bauen in Abschnitten“ für gewöhnlich mehr Zeit in Anspruch nehme als eine Einzelmaßnahme. Kortenacker äußerte Unverständnis darüber, dass „in Berchtesgaden während der Ferienzeit gefühlte 25 Baustellen sind.“ In anderen Regionen, so etwa in Kärnten oder Tirol, würde in der Urlaubszeit ein Baustopp verhängt, im Talkessel sei das scheinbar nicht möglich. Rasp versprach, in Zukunft „restriktiver“ vorzugehen. Baumaßnahmen wie die am Obersalzberg hätten gezeigt, dass es auch schneller gehe. In der Königsseestraße sei die Abwicklung zugegebenermaßen „äußerst unbefriedigend.“

kp

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