FWG-Chef zum A8-Aubau-Plan

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Wolfgang Heitmeier

Berchtesgaden - Die Planung für den A8-Ausbau schreitet voran. Der Kreisgeschäftsführer der FWG Berchtesgadener Land, Wolfgang Heitmeier, informierte jetzt über den aktuellen Stand.

In der Klausur der Ortsverbände im vergangenen Jahres beschäftigte sich die Freie Wählergemeinschaft aus dem Landkreis sehr intensiv mit dem Thema Autobahnausbau. Dabei gab man sich Leitlinien für das konkrete Handeln in den folgenden Monaten.

Wie nun Heitmeier darstellte, ist mittlerweile die damals geforderte ergebnisoffene Untersuchung des Högltunnels in der Variante der Autobahndirektion wie auch in einer von der Gemeinde zusätzlich eingebrachten Variante erfolgt. Die geschätzten Kosten auch für die günstigere Variante der Gemeinde überstiegen deutlich den Rahmen realistischer Forderungen. Deshalb wurde vom Bundesverkehrsministerium für diesen Tunnel eine Absage erteilt.

Daraufhin verständigte man sich im Kreistag, dass eine realistische Lösung verfolgt werden solle, nämlich eine Überdeckung oder Einhausung der Fahrbahn mit einem größtmöglichen Lärmschutz und bestmöglicher Einbindung in die Landschaft. Nachdem diesen Forderungen des Kreistages im Planungsdialog offenbar nicht die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Straßenbauer zuteil wurde, stellte die FWG BGL unmittelbar danach den Antrag, dass im Kreistag über die Abstimmungen mit der Autobahndirektion beraten werden solle.

Im Oktober 2010 fand schließlich diese Diskussion statt. Dabei wurden die aktuellen Forderungen nochmals kategorisch bestärkt. Diese Haltung bestimmte dann auch den weiteren Planungsdialog. Aktuell ist festzustellen, dass nach dem abschließenden Ergebnis des übergreifenden Planungsdialogs dem Lärmschutz für die Bevölkerung sowie der Einbindung in die Landschaft die höchste Priorität beizumessen ist.

„Im Bereich Neukirchen soll die Autobahn um ca. 10 m abgesenkt und zusätzlich teilweise überdeckelt. Die Länge soll nach dem Willen der Planungsgruppe 600 Meter betragen. Im Gemeindegebiet von Anger soll die A8 auf ca. 3 km Länge um 3 – 5 m abgesenkt werden. Dazu soll entsprechend der Forderung auch der FWG eine Überdeckung auf einer Länge von ca. 1.2 km realisiert werden.

Am schwierigsten ist die Situation in Aufham, dort soll zusätzlich eine 400 m lange Überdeckung errichtet werden, die allerdings von den Anwohnern als zu kurz eingeschätzt werde. Die Gemeinde Piding habe sich auf eine Verlegung der Autobahn verständigt; es solle die sog. „Nordvariante“ zur Ausführung kommen. Auch hier sollte eine größtmögliche Überdeckelung vorgesehen werden, die derzeit aber noch in der Länge sehr strittig sei“, informierte der Kreisgeschäftsführer über das aktuelle Ergebnis des übergreifenden Planungsdialogs Diese Ergebnisse würden nun mit den noch laufenden Untersuchungen über die Machbarkeitsvarianten der vorgeschlagenen Planungen dem Bundesverkehrsministerium vorgelegt.

Die FWG werde sehr genau verfolgen, welche Vorgaben vom Ministerium des örtlichen Abgeordneten und Bundesverkehrsministers gemacht werden. Im Frühjahr soll dann nämlich die Autobahndirektion mit einer konkreten Planung beauftragt werden. Hier werde man genau hinsehen und notfalls erneut die Interessen der Anlieger aller drei Gemeinden mit Nachdruck verfolgen.

Heitmeier resümierte, dass gerade in einer sehr schwierigen Situation der widerstreitenden Interessen vor Ort, die FWG BGL mit realistischem Weitblick und vernünftig gehandelt habe. Im Interesse der Betroffenen wurden die machbarsten Varianten für alle betroffenen Gemeinden mit dem gebotenen Nachdruck verfolgt. Man sei sich bewusst, dass dabei nicht alle Wünsche aller Interessensvertretungen erfüllt werden konnten; um für die Betroffenen aber letztlich Maximales zu erreichen, habe die FWG bewusst umsetzbare Forderungen verfolgt, bei denen die bestmögliche Lösung nach wie vor das Ziel sei.

In der Diskussion erläuterte Klaus Linhuber von der FWG Anger, dass die derzeit angedachte Lösung in der Tallage des Gemeindegebietes von Anger und Aufham gewiss nicht optimal sei. Er warb für eine Unterstützung bei der Forderung nach einer Volleinhausung der Fahrbahn zwischen Anger und Aufham. Gerade die Teilüberdeckelung im Bereich Aufham erscheine zu kurz und müsse dringend verbessert werden.

Pressemitteilung FWG

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