850 m Seil und 1000 Arbeitsstunden

Schönau am Königssee - Seit dem Wochenende ist der Isidor-Klettersteig zum Grünstein wieder eröffnet. **Video**

Vor rund 60 Jahren hat der Schönauer Isidor Grassl den Klettersteig zum Grünstein gebaut. Er war seitdem ein absoluter Magnet für sämtliche Bergsteiger. Was allerdings auch dazu geführt hat, dass das Seil und die Aufstiegshilfen immer brüchiger wurden.

So kam es, dass vor etwa zwei Jahren der Bürgermeister von Schönau am Königssee, Stefan Kurz, ein Bergführer und Beppo Maltan beim Seefest am Königssee beschlossen, den Isidor-Klettersteig zum Grünstein zu sanieren. Die Aufgaben waren klar verteilt. Der Bürgermeister besorgt die Genehmigungen, der Bergführer kümmert sich um die Umsetzung und Beppo Maltan schafft das nötige Kleingeld heran.

Es hat ein bisschen gedauert, aber letztendlich ist die Idee umgesetzt worden. Bis zu 18.000 Euro sind investiert worden. Das Geld wurde von Einheimischen und Geschäftsleuten gesponsert. Freiwillige haben rund 850 Meter Seil in etwa 1000 Arbeitsstunden vom Gipfel weg nach unten innerhalb von acht Wochen ausgetauscht. Herausgekommen sind zwei Varianten: eine schwere und eine leichtere.

Der Isidor-Klettersteig zum Grünstein

Für beide Varianten sollte man berggewandt sein und nur mit Helm, Klettersteig-Set, Klettergurt und festen Schuhen einsteigen. Natürlich sollte man auch Kondition und Kraft haben. Von November bis März ist der Steig gesperrt.

Den Isidor-Klettersteig von Schönau am Königssee zum Grünsteig ist auf rein freiwilliger Basis saniert worden. Für die nötige Finanzierung ist sogar ein Verein, der SC Grünstein Klettersteig, gegründet worden. Die Mitgliedsbeiträge des Vereins werden für die Erhaltung des Steigs verwendet. Neue Mitglieder sind immer willkommen.

Rubriklistenbild: © SC Grünstein Klettersteig

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