350.000 Jäger feiern 60. Geburtstag

Berchtesgaden - Beim Bundesjägertag in Berchtesgaden feiert der Deutsche Jagdschutz-Verband sein 60-jähriges Bestehen. „Video“

Präsidiumssitzung, Delegiertenversammlung, Kundgebung, Hubertusmesse und Festabende... all diese Punkte hat der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) in den zweitägigen Bundesjägertag in Berchtesgaden gepackt. Ein volles Programm also für die rund 600 Delegierten, Kreisgruppenvorsitzende und Gäste in der Marktgemeinde.

Die tragen aber gerne das Image der Jäger nach außen. Wie der Präsident des DJV, Jochen Borchert, erklärt, habe sich das Bild der Jagd und der Jäger in den letzten Jahrzehnten sehr zum positiven gewandelt. Rund 80 Prozent der Deutschen sind nach einer Studie überzeugt, dass jagd notwendig ist.

Die insgesamt 350.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland sind in Landesverbänden organisiert. Sie kontrollieren beispielsweise die Wildbestände und kümmern sich um Jäger-Nachwuchs.

Zu Beginn des Bundejägertages durfte vor allem die Fachpresse brennende Fragen loswerden.

Negativ fallen dann Diskussionen wie nach dem Amoklauf von Winnenden auf. Das bereits sehr scharfe deutsche Waffengesetz wurde noch einmal verschärft. Auch der DJV hat an der Verschärfung mitgearbeitet, trotzdem ist man nicht mit allem zufrieden.

„Wenn ma so mit den Grundrechten umgeht, habe ich größte Sorge“, erklärte der Vorsitzende des bayerischen LJV Jürgen Vocke. Er reagiert damit auf die gesetzliche Vorgabe, wenn man mehrmals einen Kontrolleur nicht zu seinem Waffenschrank lässt, wird man als auffällig eingestuft. Borchert legt diesen Teil des Gesetzes nicht so streng aus, erwartet aber auch, dass die Bundesregierung für ein faires Gesetz sorgt.

Denn fair sind die Jäger selbst den Tieren gegenüber und deshalb können sie in Berchtesgaden ihr 60-jähriges Bestehen feiern.

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