21-Jähriger am Blaueisgletscher abgestürzt

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Schwer verletzt wurde der Altöttinger vom Blaueisgletscher geflogen.

Ramsau – Ein Bergsteiger ist am Samstagvormittag am Blaueisgletscher im Hochkaltergebiet rund 100 Meter abgerutscht und schwer verletzt worden (wir berichteten).

Bei dem Bersteiger handelt es sich um einen 21-jährigen Altöttinger.

Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Stelle, an der am 30. August 2009 zwei 39 und 54 Jahre alte Bergsteiger aus der Nähe von Augsburg und aus dem Landkreis Traunstein tödlich abgestürzt waren – „für den Altöttinger ging die Tour über das Blaueis weitaus glimpflicher aus“, berichtet Bergwacht-Bereitschaftsleiter Rudolf Fendt. Der Alleingänger wollte über den Gletscher zum Hochkalter-Gipfel aufsteigen. Oberhalb der so genannten Randkluft verstieg er sich im Fels zu weit nach rechts, stürzte im freien Fall etwa 15 Meter auf den Gletscher und rutschte sich mehrmals überschlagend weitere 100 Meter ab. Fendt: „Zum Glück konnte er sich aber wieder von selber fangen.“

Fotostrecke: Beginn des Rettungseinsatzes

Rettungseinsatz

Zwei weitere hinter ihm aufsteigende Bergsteiger beobachteten den Unfall und leisteten sofort Erste Hilfe. Per Mobiltelefon konnten sie bei der Traunsteiner Rettungsleitstelle einen Notruf abzusetzen. Nach einem ersten Überflug setzte die Crew des Rettungshubschraubers „Christoph 14“ einen Luftretter aus Ramsau per Rettungstau in etwa 2.100 Metern Höhe am Gletscher ab.

Aufgrund der nach erster Einschätzung schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen musste der Verunglückte liegend abtransportiert werden: Notarzt und Bergretter machten den jungen Mann im Luftrettungssack transportfähig, bevor er unter ärztlicher Begleitung am Tau zur Blaueishütte geflogen werden konnte. Nach kurzer Zwischenlandung an der Bergrettungswache Ramsau verlegte die Crew des Rettungshubschraubers den 21-Jährigen zur weiteren Behandlung ins Klinikum Traunstein.

ml/BRK-BGL

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