1600 Kilometer quer durch Deutschland

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Hauke König

Berchtesgaden – Er läuft und läuft und läuft - 28 Tage lang, einmal quer durch Deutschland. In dieser Woche ist Hauke König, geborener Hamburger, von der Bahnhofsapotheke in Berchtesgaden aus gestartet. Sein Endziel: Sylt.

Hauke König ist heiß auf das Laufen. „Jetzt kann es losgehen“, sagt der Hobbyläufer, der sich momentan in einer Umbruchphase befindet. Vom Hobby- zum Berufsläufer. Seit sechs Jahren ist er auf den Beinen unterwegs. „Ich laufe jeden Tag“, sagt der Hamburger, der zum ersten Mal im Berchtesgadener Land ist. Sein Sponsor hat ihn hier hingeholt – und jagt ihn einmal quer durch Deutschland.

Eine werbewirksame Tour, die auf die Knochen geht. „Natürlich ist das eine Herausforderung“, weiß König. „Eine, die man lösen kann.“ Er lächelt. Sein persönlicher Laufrekord, den er für sich an einem einzigen Tag verbuchen kann, liegt bei 86 Kilometern. Das ist von Berchtesgaden bis nach Trostberg – „je nachdem, welchen Weg man nimmt.“

Das Laufen sei eine Leidenschaft, „früher bin ich immer mit meinen Eltern gelaufen, dann kam die Punk-Phase“. Mit dem Laufen war nicht mehr viel. Vor sechs Jahren hat es Hauke König wieder gepackt, seitdem ist er täglich unterwegs, 19 Kilometer im Schnitt.

Ob er schon einmal etwas Ähnliches gemacht habe? „Durch das australische Outback bin ich gelaufen – 520 Kilometer in zwölf Tagen“, sagt er. Alle Aufgaben, die König annimmt, seien lösbar. Die eine mehr, die andere weniger. Der Trip durch Deutschland sei eine „harte Nummer“, ohne Pause, jede Etappe machbar.

Von Berchtesgaden aus geht es nach Siegsdorf, weiter nach Rosenheim, München, Peißenberg, Memmingen. Und dann immer weiter, durch den Westen der Bundesrepublik bis hoch auf Sylt. Begleitet wird Hauke König von Susanne Alexi, einer guten Freundin, die im Wohnwagen mitfährt, ihn versorgt, wenn er etwas benötigt. „Wenn ich Hunger oder Durst habe, rufe ich Susanne an.“ Sie hilft ihm dann. Geschlafen wird im Wohnwagen.

Langweilig wird es Hauke König auf seinen Laufetappen im Übrigen nie: „Ich höre Musik oder schaue mir die Landschaft an“, sagt er im Gespräch. Der gelernte Sozialtherapeut möchte jetzt los, es wird langsam warm draußen, die Hitze drückt. Er verabschiedet sich bei seinem Team, dann trottet er los, „neun Kilometer pro Stunde schnell“, so sagt er. Sein Ziel ist Siegsdorf. Alles „kein Problem“.

kp

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