Werkstatt für Behinderte vor dem Aus

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Bad Reichenhall - Vor 15 Jahren wurde das „Korkprojekt“ von einer Werkstatt für behinderte Menschen und dem Landratsamt Berchtesgaden ins Leben gerufen. Jetzt steht das Projekt vor dem Aus.

Wie das Landratsamt Berchtesgadener Land mitteilt, stellt die Werkstatt für behinderte Menschen in Bayerisch Gmain die Abholung, Verwertung und Vermarktung von Kork ab sofort ein. Gut 15 Jahre lang wurden von den Bürgerinnen und Bürgern zum Wertstoffhof gebrachte Korkabfälle von der Werkstatt abgeholt. Dort wurden sie dann sortiert, aufbereitet, geschrottet und dem Markt wieder als Dämmmaterial zur Verfügung gestellt. Aufgrund des verstärkten Einsatzes von „Kunststoffkorken“ und innovativen Verschlusstechniken gingen die Sammelmengen drastisch zurück, obwohl versucht wurde auch Altkork von weit außerhalb des Landkreises für diese Sammlung zu akquirieren. Für die behinderten Menschen war es immer schwieriger geworden, die teilweise täuschend ähnlichen Kunststoffkorken von den echten Korken zu unterscheiden. Die Herstellung einwandfreier Dämmmaterialien war damit nicht mehr gewährleistet. Während der Laufzeit des Korkprojektes wurden mehrere Hundert Tonnen Flaschenkorken und sonstige Korkabfälle recycelt und teilweise bis zu 16 Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Bis zum Aufbau einer neuen Verwertungsschiene empfiehlt das Landratsamt, die Flaschenkorken, die ja Teil der „Verkaufsverpackungen Flasche“ sind, über den Gelben Sack zu entsorgen. Die Wertstoffhöfe der Gemeinden und alle anderen Sammelstellen können Flaschenkorken nicht mehr annehmen. Für Rückfragen steht das Landratsamt Berchtesgadener Land, Sachgebiet Abfallwirtschaft zur Verfügung (Tel. 08651 / 773501 – 503).

Rubriklistenbild: © dpa

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