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Frau vergewaltigt, gequält, lebendig verscharrt: Täter 30 Jahre später gefasst

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Welche Naturgefahren birgt das BGL?

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Ulrich Haas und Simone Patula vom Landesamt für Umwelt haben im Berchtesgadener Land das Projekt Gefahrenhinweiskarte vorgestellt.

Bad Reichenhall - Erst vergangene Woche hatte eine junge Studentin einen riesigen Schutzengel als auf Höhe des Saalachsees in Bad Reichenhall ein Felsbrocken auf ihr Auto stürzte.

Wäre die Frau eine Sekunde früher dran gewesen, wäre der 20 Kilo schwere Felsbrocken auf dem Dach und nicht auf der Motorhaube des Autos gelandet. Eine Gefahr, die den Bewohnern im Landkreis Berchtesgadener Land durchaus bewußt ist.

Das Landesamt für Umwelt will die Gefahr aber noch mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Mit einer so genannten 'Gefahrenhinweiskarte für geogene Naturgewalten im Landkreis Berchtesgadener Land' möchte sie die Gefahrengebiete für Berg-, Felsstürze und ähnliches kennzeichnen.

So wie hier im Bereich Schliersee wird auch eine fertige Gefahrenhinweiskarte für das Berchtesgadener Land aussehen. Farblich gekennzeichnet sind Felssturz/Steinschlag und tiefreichende Rutschungen sowie Hanganbrüche mit und ohne Berücksichtigung des Waldes.

"Rechtzeitiges Meiden von Gefährdungsbereichen ist die beste Vorsorge", ist sich Ulrich Haas vom Landesamt für Umwelt sicher. Deshalb will das Amt den Gemeinden diese Karte an die Hand geben. "So können die Gemeinden nötige Massnahmen wie Objektschutz oder Nutzungsbeschränkungen durchsetzen oder Baugebiete nicht auf gefährdetem Grund ausweisen."

Der Schlüsselbegriff bei der Erstellung der Gefahrenhinweiskarte ist "akzeptables/zu akzeptierendes Restrisiko". Denn "100-prozentig sicher ist es nie", weiß auch Landrat Georg Grabner. "Massnahmen umsetzen und das Restrisiko minimieren, das ist das Ziel der Gefahrenhinweiskarte."

Bis Ende des Jahres soll die Gefahrenhinweiskarte für das Berchtesgadener Land fertig sein. Natürlich in enger Absprache mit den Gemeinden. "Wir erfassen zuerst alle uns bekannten Daten aus der Region. Dann machen wir uns vor Ort ein Bild", erklärt Simone Patula vom Landesamt für Umwelt. Vor Ort können dann die Gemeinden ihre Erfahrungen und ihre Maßnahmen aufzeigen. Anfang 2012 soll dann das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Christine Zigon

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