Weißbacher Erklärung soll modifiziert werden

Berchtesgadener Land - Vor einem Monat hat Fürstenfeldbruck eine Vereinbarung gegen Alkoholmissbrauch unterzeichnet. Auch im Berchtesgadener Land wird im Hintergrund gearbeitet.

"Der Alkoholkonsum von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sowie die aus übermäßigem Alkoholkonsum resultierenden Gewaltprobleme geben deutlichen Anlass zur Sorge. Vor dem Hintergrund jugendschutz- und sicherheitsrechtlicher Probleme im Umfeld von Veranstaltungen, vereinbaren der Landkreis Fürstenfeldbruck, die Polizeiinspektionen im Landkreis und die Bürgermeister der Gemeinden und Städte bzw. Oberbürgermeister der Großen Kreisstädte des Landkreises Fürstenfeldbruck folgende Grundsätze zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen", heißt es in der Vereinbarung gegen Alkoholmissbrauch auf Festveranstaltungen im Landkreis Fürstenfeldbruck. Sie beinhaltet Punkte wie eine Sperrstunde um drei Uhr früh des Folgetages, einen Jugendschutzbeauftragten, der das Alter der Gäste kontrolliert und Eingangskontrollen.

Im Landkreis Berchtesgadener Land wurde bereits im Jahre 2008 die "Vereinbarung gegen Alkoholmissbrauch der Gemeinden im Landkreis Berchtesgadener Land" von Landrat Georg Grabner sowie allen Bürgermeistern der kreisangehörigen Gemeinden unterzeichnet. Darin wurden Grundsätze zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs im Landkreis aufgestellt, unter anderem wurden auch einzelne Aspekte des so genannten Komasaufens (Ausschank mit Verantwortung, kein Alkohol an Betrunkene, keine Animation zum Rauschtrinken) aufgegriffen.

Mit Interesse hat das Amt für Kinder, Jugend und Familie Berchtesgadener Land jetzt den Abschluss der Vereinbarung im Landkreis Fürstenfeldbruck zur Kenntnis genommen und wird prüfen, inwieweit darin enthaltene Regelungen in die bestehende Vereinbarung aufgenommen werden sollten. Vor allem da einige Punkte der Vereinbarung im Berchtesgadener Land mittlerweile gesetzlich geregelt sind.

"Beabsichtigt ist, eine modifizierte Vereinbarung mit den Bürgermeistern zu erarbeiten", heißt es deshalb aus dem Landratsamt.

cz

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