Wasserkraft auf der Salzach ist möglich

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Leobendorf - Dass Wasserkraft auf der Salzach möglich ist, machten Laufens Bürgermeister und der Ortsvorsitzende der CSU Laufen-Leobendorf am Rande einer CSU-Veranstaltung klar.

„So ein Fluss wie die Salzach müsse zur Energiegewinnung genutzt werden.“ Das sagte Laufens Bürgermeister Hans Feil. Zudem gebe es nun Ankündigungen des bayerischen Umweltministers Markus Söder, dass ein solches Kraftwerk im Unterlauf der Salzach vorstellbar sei. Ein mögliches Wasserkraftwerk solle das ökologischste der Welt werden, so hat es der Umweltminister angekündigt. „Die Atomkatastrophe in Japan habe auch bei der bayerischen Politik offenbar ein Umdenken in Fragen der Energiepolitik bewirkt“, so der Bürgermeister der Salzachstadt.

Ortsvorsitzender Christian Schmidbauer sah genau wie der Bürgermeister die Entwicklung beim Thema Wasserkraft positiv. Er setze sich schon seit langem für die Wasserkraftnutzung an der Salzach ein. „Die Wasserkraft ist wohl die umweltverträglichste Energiegewinnung in unserer Region. Wasserkraft muss dorthin, wo es geht. Windkraft dort, wo auch der Wind vorhanden ist.“ Laut Schmidbauer sollte man bei der Gewinnung erneuerbarer Energien schon differenzieren. Nicht überall sei alles möglich. „Bei uns sehe ich die Wasserkraft als Nummer 1, in Norddeutschland die Windkraft.“

Jedoch bemängelte der Laufener Ortsvorsitzende die bisherige ablehnende Haltung gegenüber Wasser- aber auch Windkraftinitiativen. „Wenn man nicht immer kaum nachvollziehbare Dagegen-Haltungen propagierte hätte, wäre die Wasserkraft schon längst bei uns etabliert und wir müssten uns jetzt nicht über dieses Thema urplötzlich den Kopf zerbrechen“, kritisierte er. Schmidbauer gab auch zu bedenken, dass erneuerbare Energien auch erhebliche Investitionen bedeuten. Bei Windkraft brauche man neue Leitungen, die über das freie Land gespannt werden müssten. Er bezweifle, ob sich das Umdenken auch dann in die Tat umsetze, wenn hier neue Betroffene geschaffen werden. „Es gibt leider momentan wieder zu viele Gegner, wenn die Zahl der Betroffenen steigt. Beispiele in Niederbayern, aber auch in unserer Region, zeigen dies deutlich.“

Schmidbauer appellierte an alle, sich über alte Denkweisen hinwegzusetzen, festgefahrene Ideologien über Bord zu werfen und Dagegen-Haltungen aufzugeben. Erst dann wäre aus Sicht des Laufener CSU-Chefs die richtige Fahrbahn gefunden.

Pressemeldung CSU Laufen-Leobendorf

Rubriklistenbild: © dpa

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