Volle Planungssicherheit für Staatsbad

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Franz Josef Pschierer will an Staatsbädern festhalten.

Bad Reichenhall - Bayerns Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer hat ein erstes Treffen mit dem neuen Präsidenten des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, Klaus Holetschek, genutzt, um Bad Reichenhall zu besuchen.

„Kurorte werden in Zukunft Kompetenzzentren für gesunden Lebensstil! Dazu können auch Angebote im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung beitragen. Der Zukunftsmarkt für die bayerischen Heilbäder und Kurorte liegt in den selbstzahlenden Gesundheits- und Kurgästen mit spezifischen Angeboten zur Erhaltung und Wiedererlangung der Gesundheit“, stellte er nach dem Gespräch fest. Der Freistaat stehe bei der Zielsetzung, die Kurorte mit neuen Funktionen weiter zu etablieren und nachhaltig zu stärken nicht nur zu seinen Staatsbädern im Wege der Sicherung ihrer Infrastruktur sondern zu allen Heilbädern und Kurorten. Pschierer: „Wir begleiten den Wandel und schaffen damit neue Zukunftschancen!“

Fordert von der Politik mehr Druck auf die Krankenkasse - Klaus Holetschek.

Die Zukunftschancen sieht der BHV allerdings nur, wenn die Politik Druck auf die Krankenkassen macht. Um sich Geld zu sparen, werben diese teilweise mit Kuren im Ausland. "Eine drei Wochen lange Bäder-Kur kostet die Krankenkasse 560 Euro, den Rest zahlt der Patient selbst", so Holetschek. "Wir müssen die Kassen einbremsen, sonst gehen die Patienten zum kuren ins Ausland, weil es günstiger ist."

Deshalb arbeitet der Heilbäder-Verband - einschließlich der Staatsbäder – an einer Imageerneuerung und „emotionalen Aufladung“ der bayerischen Heilbäder und Kurorte mit positivem Image: Der Marke „Gesundes Bayern“. Der Erfolg der bayerischen Heilbäder und Kurorte fuße auf dem verstärkten Bedürfnis der Menschen, etwas für die Erhaltung ihrer Fitness und Gesundheit in einem gepflegten Ambiente und bei tollem Service zu tun, so Pschierer. Der Gesundheitstourismus sei einer der am stärksten expandierenden Wirtschaftsbereiche in den nächsten Jahren. „Wir müssen heute die Grundlagen dafür schaffen, um einen Teil dieses Kuchens für die Bayerischen Heilbäder- und Kurorte zu sichern. Dies kann das Engagement der öffentlichen Hand alleine nicht stemmen, die Privatwirtschaft muss hier mitziehen!“

Nach dem Gespräch blieb noch Zeit für ein bisschen Entspannung im Kurpark (v.l.): Herbert Lackner, Franz Josef Pschierer, Kurdirektorin Gabriella Squarra und Klaus Holetschek.

Adäquate Angebote in der Hotellerie sind ein ganz entscheidender Faktor bei der Steigerung der Übernachtungszahlen in den Heilbädern. Die Geschäftsleitung der KurGmbH in Bad Reichenhall ist deshalb derzeit intensiv bemüht, einen Privatinvestor zur Errichtung eines Thermenhotels auf dem heutigen Parkplatz der Rupertus Therme zu finden. In konsequenter Fortführung von Privatisierungen sei die Staatsregierung auch weiterhin daran interessiert, sich aus dem operativen Kurgeschäft zurückzuziehen, erklärte der Finanzstaatssekretär. "Wir haben aber klare Vertragsgrundlagen, die wir erfüllen werden. Die bayerischen Staatsbäder haben bis 2023 absolute Planungssicherheit."

Derzeit ist der Freistaat mit 59,5 Prozent an der Bayerischen Staatsbad Bad Reichenhall GmbH Bad Reichenhall/Bayrisch Gmain beteiligt. Gemeinsam mit der Stadt wird derzeit das Sport- und Familienbad an der Rupertus Therme gebaut, das im September eingeweiht werden soll. "Für das geplante Thermenhotel wollen wir in den kommenden Wochen Gespräche mit möglichen Investoren und Betreibern führen", bestätigte Oberbürgermeister Herbert Lackner. Das Hotel soll auf dem Parkplatz vor der Therme gebaut werden, zusammen mit einer Parkgarage.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium der Finanzen/red

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