Viel zu tun für die Reichenhaller Bergwacht

Bad Reichenhall - Während der vergangenen Tage musste die Reichenhaller Bergwacht zu drei Einsätzen ausrücken. Ein Einsatz galt einem tödlich abgestürzten Hund.

Am Freitag war zwischen Zwiesel und Gamsknogel ein Hund tödlich abgestürzt, am Samstagabend meldeten aufmerksame Bürger erneut Lichtquellen im Lattengebirge und am Dienstagnachmittag geriet ein elfjähriges Mädchen beim Schwammerlsuchen im Gebiet der Bürgermeisterhöhe in steiles, absturzgefährliches Gelände.

Als die Leitstelle Traunstein am Freitagnachmittag gegen 16.30 Uhr die Bergwacht alarmierte, stand bereits fest, dass der zwischen Zwiesel und Gamsknogel an der ersten seilversicherten Stelle abgestürzte bayerische Schweißhund tot ist. Der Einsatzleiter entschied deshalb, die Bergung erst am nächsten Morgen durchzuführen. Drei Bergretter stiegen kurz nach 7 Uhr zusammen mit den Besitzern zur Absturzstelle auf, wo sie das Tier rund 200 Meter unterhalb des Wegs sichern und über steiles Schrofengelände bergen mussten. Die Einsatzkräfte waren bis in die Mittagsstunden gefordert. Da der Hund relativ schwer war, musste er am Sonntagnachmittag mit der Gebirgstrage ins Tal geradelt werden.

Am Samstagabend gegen 20.30 Uhr meldeten aufmerksame Beobachter vom Tal aus erneut Lichtquellen im Lattengebirge. Der Bergwacht-Einsatzleiter sprach sich daraufhin mit der Polizei ab, wobei keine weiteren Nachforschungen notwendig waren. Allem Anschein nach waren Bergwanderer mit Stirnlampen über den Alpgartensteig, beziehungsweise den Hochplattenrundweg ins Tal unterwegs, wobei kein Notfall vorlag. Lichtquellen am Berg werden vor allem im Bereich des Reichenhaller Talkessels und der nahen Umgebung oft als alpines Notsignal missverstanden und immer wieder bei Leitstelle und Polizei gemeldet. Die Reichenhaller Bergwacht-Bereitschaft wird deshalb in Insider-Kreisen scherzhaft auch als „Glühwürmchen-Bereitschaft“ bezeichnet.

Am Dienstagnachmittag gegen 16.45 Uhr alarmierte die Leitstelle Traunstein erneut die Bergwacht, da ein elfjähriges Mädchen beim Schwammerlsuchen im Gebiet der Bürgermeisterhöhe oberhalb einer Höhle in steiles Absturzgelände geraten war und sich nicht mehr weiter traute. Ein Wanderer hatte das um Hilfe rufende Kind entdeckt, war ins Tal gegangen und hatte einen Notruf abgesetzt. Zwei Bergretter fuhren daraufhin über den Wanderweg zur Einsatzstelle und befreiten „Rotkäppchen“ samt Schwammerltüte aus seiner misslichen Lage. Die Elfjährige war unverletzt und sichtbar erleichtert, wieder trittsicheren Boden unter den Füßen zu haben. Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.

Markus Leitner, BRK BGL

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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