Vermeintlicher Sturz sorgt für Großeinsatz

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Zusammen mit dem Roten Kreuz suchte die Bergwacht Bad Reichenhall nach dem vermeintlich schwer gestürzten Radfahrer.

Schneizlreuth - Ein vermeintlich schwer gestürzter Mountainbike-Fahrer hat am Dienstagnachmittag den Rettungsdienst in Schneizlreuth auf Trab gehalten.

Gegen 15.40 Uhr ging bei der Rettungsleitstelle Traunstein ein Notruf ein: Auf der Röthelbach-Forststraße liege ein schwer verletzter Radfahrer und warte auf Hilfe. Neben der Bergwacht Bad Reichenhall wurden auch der Reichenhaller Notarzt und ein Rettungswagen des Roten Kreuzes zum vermeintlichen Unfallort geschickt. Eine Mountainbikerin am Parkplatz in Baumgarten bestätigte den Einsatzkräften noch, dass der Verletzte rund vier bis fünf Kilometer entfernt auf der Forststraße liegen würde.

Nachdem bis zur Abzweigung zur Schlegelalm aber niemand gefunden wurde, bog die Besatzung des Rettungswagens zur Schlegelalm ab. Das Notarzteinsatzfahrzeug fuhr inzwischen weiter in Richtung Moosenalm und die Bergwacht kontrollierte den Weg zur Anthauptenalm. Als auch dort kein Unfall festgestellt werden konnte, fuhr die Bergwacht noch zur Sicherheit die Straße in Richtung Lattenbergalm und in Richtung Wachterl ab. Das Notarzteinsatzfahrzeug wartete auf der Anthauptenalm und der Rettungswagen fuhr wieder nach Baumgarten zurück.

Nach mehreren Telefonaten stellte sich heraus, dass überhaupt kein Radunfall vorlag: Zwei Paare hatten Hilfe angefordert, da einer der beiden Männer wegen Flüssigkeitsmangel nach dem Abstieg vom Predigtstuhl unter Muskelkrämpfen im linken Bein litt. Während das eine Paar weiter die Röthelbach-Forststraße abstieg, blieb das andere Paar auf einem Begrenzungsmäuerchen sitzen. Die Freunde wollten für sie ein Taxi organisieren. Da die Information wohl über mehrere Melder weitergegeben worden war, wurde aus dem Wadenkrampf plötzlich ein schwerer Radunfall.

Der überanstrengte 68-Jährige wurde schnell gefunden, konnte nach kurzer Untersuchung durch den Notarzt selbständig in sein Bergwacht-Taxi einsteigen und wurde von den Einsatzkräften die wenigen Kilometer bis zum Parkplatz Baumgarten mitgenommen. Von dort konnte der inzwischen wieder zu Kräften Gekommene mit seiner Ehefrau und den Freunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück in sein Urlaubsquartier in der Hinterschönau fahren.

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