Unterirdisch - die Lösung?

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Trettnig in Kärnten wäre ein perfektes Beispiel, wie in Piding die ausgebaute Autobahn A8 verlaufen könnte - unteriridisch.

Piding - Bürgerinitiativen und Gemeindevertreter aus Piding und Frasdorf haben sich in Sachen Ausbau Autobahn A8 an einer Grünbrückenbesichtigung beteiligt.

Beim Ortstermin an der Pyhrnautobahn in Österreich konnte die zum Teil zukunftsweisende Integration der Autobahn in die Landschaft besichtigt werden. Durch die Grünbrücken-Bauweise kann ein optimaler Lärm- und Emissionsschutz erreicht werden. Die Besichtigung vor Ort sollte allen Beteiligten helfen, Ideen für eine konkrete Gestaltung einer möglichen Nordumfahrung in Piding zu erhalten.

Unter sachkundiger Führung von Theo Deutinger wurden sowohl im Bau befindliche als auch seit mehreren Jahren in Betrieb genommene Unterflurtrassen für Autobahnen und Lärmschutzmaßnahmen für an Autobahn gelegenen Ortschaften im benachbarten Österreich erkundet. Theo Deutinger ist seit über drei Jahrzehnten bei der ASFINAG (österreichische Autobahngesellschaft) als technischer Leiter unter anderem für die Bauaufsicht im Brücken- und Erdbau tätig. Er konnte die zahlreichen Fragen der über 50 Teilnehmer an der Exkursion zu Finanzierung, Kosten, Bauzeiten und Ausführung umfassend und kompetent beantworten.

Frei nach dem Motto "Finden Sie die Autobahn" waren die Teilnehmer in Trettnig angehalten, die unter der Erde für niemanden sichtbare Autobahntrasse zu suchen. Erst am Einfahrtsportal in den Tunnel wurde letztlich ersichtlich, wie die Trasse für viele hundert Meter unsichtbar unter der Erde verläuft. Der Golfplatz am Schloss Hallegg, die Anwohner von Trettnig (Kärnten) und der zum Teil auf der Trasse liegende landwirtschaftliche Betrieb sind somit vor Lärm, Feinstaub und Abgasen des Autobahnverkehrs optimal geschützt. Auch der vereinzelt von Verbänden kritisierte Flächenverbrauch konnte erfreulicherweise radikal minimiert werden.

Theo Deutinger drückte abschließend noch seinen Wunsch aus, dass auch in den Gemeindebereichen Frasdorf und Piding im Rahmen des Ausbau der A8 die für alle Anwohner ideale Lösung mittels einer Grünbrücke realisiert werden sollte.

Als Fazit der Exkursion lässt sich für die Gemeinde Piding festhalten, dass eine Grünbrücke, auf deren Oberfläche weiterhin eine landwirtschaftliche Bewirtschaftung erfolgen kann, die ideale Lösung für den Gemeindebereich darstellt. Dadurch biete sich die einmalige Chance für die Bevölkerung, die mittig durch den Luftkurort führende Autobahn aus dem Ortsbild verschwinden zu lassen.

red-bgl24/cz

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