Umweltministerium fördert Klimaschutzkonzept

Landkreis Berchtesgaden - Das Umweltministerium fördert Klimaschutzkonzept des Berchtesgadener Landes mit 65 Prozent.

Ende März diesen Jahres stellte der Landkreis Berchtesgadener Land beim Bundesumweltministerium einen Antrag auf finanzielle Förderung eines umfassenden Klimaschutzkonzepts. Nach einem langwierigen Prüfverfahren ist nun der Zuwendungsbescheid aus Berlin im Landratsamt eingegangen.

Das Klimaschutzkonzept, das mit intensiver Beteiligung der Kommunalverwaltungen, Energieversorgungsunternehmen, Handwerksbetriebe, Interessensvertretungen der lokalen Wirtschaft, Umweltverbände usw. erarbeitet werden soll, wird mit einer 65-prozentigen Förderquote gefördert.

Landrat Georg Grabner zeigt sich erfreut über die finanzielle Unterstützung des Bundes: „Das per Kreistagsbeschluss im Jahr 2001 anvisierte Ziel, die Energieversorgung des Landkreises Berchtesgadener Land bis zum Jahr 2030 auf erneuerbare Energieträger umzustellen, hat der Landkreis in den letzten zehn Jahren mit verschiedenen Projekten und Initiativen aktiv verfolgt. Beispielsweise wurden die landkreiseigenen Gebäude energetisch untersucht und nach entsprechender Mittelbereitstellung saniert.

Nun sind aber weitergehende Maßnahmen und Konzepte zur Zielerreichung notwendig. Mit dem Klimaschutzkonzept nehmen wir deshalb eine umfassende Bestandsaufnahme und Potentialanalyse sowie die Entwicklung eines fundierten Maßnahmenkatalogs für den Landkreis vor. Dieser umfangreiche Entwicklungsprozess, an dem alle relevanten Akteure des Landkreises, insbesondere auch die Gemeinden, aktiv beteiligt werden, wird einen Zeitraum von 12 Monaten intensiver Arbeit benötigen.

Mit dem dann vorliegenden Maßnahmen- und Aktionsplan erhält die Kommunalpolitik eine klare Entscheidungsgrundlage, um konkrete Umsetzungsmaßnahmen zu beschließen und durchzuführen.“

Das Klimaschutzkonzept für die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität umfasst übergreifende Arbeitspakete, die durch ein externes Expertenteam in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und den regionalen Akteuren bearbeitet werden.

Diese Arbeitspakete beinhalten eine Energiebestandsanalyse, eine Potenzialanalyse, die Betrachtung der CO2-Minderungspotenziale, die Erstellung einer fortschreibbaren Energie- und CO2-Bilanz, eine Untersuchung des aktuellen Verkehrsaufkommens, einen zielgruppenspezifischen Maßnahmen- und Aktionsplan und die Entwicklung eines Konzepts für das Controlling und die Öffentlichkeitsarbeit.

Als erster Schritt wird nun das Verfahren zur Auftragsvergabe an ein externes, fachlich geeignetes Planungsbüro durchgeführt, um in der Folge den eigentlichen Arbeitsprozess zur Erstellung des Klimaschutzkonzepts beginnen zu können.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © dpa

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