Laichwanderungen im Berchtesgadener Land

Nächtliche Sperrung zwischen Thundorf und Vachenlueg ab 29. März

Umfahrung der gesperrten BGL
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Da die BGL 10 zwischen Thundorf und Vachenlueg je nach Witterung ab Montag, 29. März täglich um 19.00 Uhr geschlossen und um 7.00 Uhr früh wieder geöffnet wird, ist eine Umfahrung notwendig. Diese ist beschildert.

Im Berchtesgadener Land wurden Maßnahmen ergriffen um dem Zusammenbrechen ganzer Amphibienpopulationen entgegenzuwirken. Dazu gehört auch die nächtliche Sperrung von Straßen.

Aus der Pressemitteilung des Landratsamt Berchtesgadener Land im Wortlaut

Berchtesgadener Land - Jedes Jahr im Frühling machen sich unterschiedliche Amphibienarten auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Während der Wanderung sind Lurch & Co. vielen Gefahren ausgesetzt. Aufgewärmte Asphaltdecken bergen eine besondere Gefahrenquelle für die wärmeliebenden Frösche und Lurche.

An einigen Orten weisen Schilder mit dem Frosch-Symbol Autofahrer auf Wanderrouten der Tiere hin. Stellenweise werden durch ehrenamtliche Helfer vorübergehend Kunststoffzäune errichtet, an denen die Tiere abends gesammelt und von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern über die Straße zum Laichgewässer getragen werden.

Nächtliche Sperrung ab 29. März 2021

Die wirkungsvollste Schutzmaßnahme ist die nächtliche Sperrung von Straßen. Die nächtliche Wanderung der Tiere ist sehr witterungsabhängig. An der BGL 10 zwischen Thundorf und Vachenlueg werden die Schranken je nach Witterung ab Montag, 29. März täglich um 19.00 Uhr geschlossen und um 7.00 Uhr früh wieder geöffnet (Umfahrung siehe beiliegende Karte). Die Umfahrung ist beschildert.

Die Umfahrung belastet Zeit und Nerven der Betroffenen, jedoch wird auf diese Weise ein wesentlicher Betrag geleistet, Amphibienpopulationen im Landkreis Berchtesgadener Land zu erhalten.

Kellerschächte stellen für Amphibien ebenfalls (Lebend-)Fallen dar. Ein Abdecken der Schächte oder ein gelegentliches Überprüfen auf hineingefallene Kröten und Frösche erspart den Tieren den Hungertod. Hilfreich kann sich auch eine schräg in den Schacht gestellte Holzlatte erweisen, auf der die Tiere den Schacht eigenständig verlassen können.

Pressemitteilung des Landratsamt Berchtesgadener Land im Wortlaut

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