Fiktiver Brand am Werftgelände Königssee

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Schönau am Königssee - Jugendfeuerwehren aus dem südlichen Landkreis, Wasserwacht-Jugend und Jugendrotkreuz üben gemeinsam ihr Zusammenspiel

Die Jugendfeuerwehren des südlichen Landkreises, das Jugendrotkreuz (JRK) Bad Reichenhall und Berchtesgaden und die Berchtesgadener Wasserwacht-Jugend haben bei einem angenommenen Feuer auf dem Werftgelände am Königssee ihr Zusammenspiel bei der Brandbekämpfung und Rettung von Verletzten geübt. Die Übungsleiter Florian Hallinger von der Feuerwehr Königssee, Martin Planegger von der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden und der Leiter der Jugendarbeit des Roten Kreuzes, Florian Ziegler hatten im Vorfeld ein komplexes Szenario ausgearbeitet, das nur durch eng vernetzte und abgestimmte Zusammenarbeit aller drei beteiligten Organisationen zu bewältigen war.

Bei den jungen Helfern stieg die Spannung, als gegen 18 Uhr die Einsatzkräfte der Feuerwehr, ein Rettungswagen des Roten Kreuzes, die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) der Wasserwacht und der JRK-Einsatzleiter mit dem Meldebild „Brand im Werftgelände Königssee – mehrere Personen vermisst“ alarmiert wurden.

Nachdem die Kräfte der Jugendfeuerwehr Königssee und Schönau am Übungsort eingetroffen waren, meldete sich ihr Einsatzleiter Florian Hallinger mit der ersten Lage: „Objekt steht in Vollbrand, mindestens fünf Verletzte“. Die Patienten wurden im Vorfeld vom Team für Realistische Unfall- und Notfalldarstellung (RUD) des BRK realitätsnah geschminkt, wodurch sich der Übungswert für die jungen Helfer erhöhte.

Auf Basis der Feuerwehr-Lagemeldung entschloss sich JRK-Einsatzleiter Florian Ziegler, die Kräfte der Sanitäts-SEG Berchtesgaden und Bad Reichenhall nachalarmieren zu lassen. Die Nachwuchsretter sollten gleichzeitig den Brand unter Kontrolle bringen sowie die Verletzten aus dem Gefahrenbereich retten und medizinisch versorgen.

Übung am Königssee

Erfahrene Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz gaben wertvolle Tipps und blickten den jungen Helfern über die Schulter. Per Rettungsboot musste die Wasserwacht mehrere unter Schock stehende Patienten aus dem Königssee retten und die Löscharbeiten absichern, die zum Teil von der Feuerwehr vom See aus durchgeführt wurden. Die Sanitäter der JRK-Ortsgruppen Berchtesgaden und Bad Reichenhall wurden von Einsatzleiter Florian Ziegler und der SEG-Leiterin Melanie Huber zur Versorgung der verschiedenen Patienten eingeteilt.

„Egal ob Brand-, Schnitt- oder Schürfwunden, aber auch Knochenbrüche oder Patienten mit Rauchgasinhalation - die Jugendlichen meisterten die gestellten Aufgaben unter Beobachtung ihrer Ausbilder mit Bravour“, lobte Ziegler bei der Nachbesprechung. Nachdem alle Patienten versorgt und ins Krankenhaus abtransportiert, der Brand gelöscht und die Hallen belüftet waren, trafen sich die Teilnehmer und Beobachter zu einer kurzen Manöverkritik: Feuerwehr-Jugendwart Florian Hallinger erklärte kurz das angenommene Meldebild, die Einteilung der Feuerwehrkräfte auf die jeweiligen Einsatzabschnitte und die Besonderheiten am Brandobjekt. Kreisjugendwart Alois Berger lobte die hervorragende Zusammenarbeit aller Organisationen, die auch im Ernstfall die wichtigste Grundlage für den Einsatzerfolg sei. Nur so könne man die verunfallten und betroffenen Menschen schnell und schonend retten, aber auch das brennende Gebäude rasch löschen.

Im Anschluss erklärte Florian Ziegler den Aufbau, die Ausstattung sowie die Aufgaben der SEG Sanität des Roten Kreuzes und bedankte sich für das gute Zusammenspiel. Der Schönauer Bürgermeister Stefan Kurz machte sich als Beobachter selbst ein Bild zum Ausbildungsstand der Nachwuchsretter und lobte: „ Ich freue mich sehr, dass es noch so viele junge Menschen gibt, die eine solch verantwortungsvolle Aufgabe bei der Feuerwehr oder beim Roten Kreuz übernehmen.“ Zuletzt erklärte der technische Leiter des Werftgeländes am Königssee, Michael Brandner alle Besonderheiten wie die Ladestationen der Elektrobote, die Brandgefahren in der Lackiererei und die vorhandenen Mengen an Heizöl, Lacken und Diesel.

Da in der Werft die Schifffahrtsboote selbst gewartet aber auch komplett neu gebaut werden, werden vor Ort auch große Mengen an Holz gelagert, die im Ernstfall eine zusätzliche Brandgefahr darstellen. Er bedankte sich im Nahmen der Schifffahrt Königssee für die absolvierte Übung: „Wenn es wirklich einmal brennen sollte, ist jeder mit den Gefahren und Hindernissen bereits vertraut.“ Zum Dank lud Brandner alle Teilnehmer auf eine Brotzeit am Königssee ein.

Pressemitteilung BRK

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