Internationale Soldatenwallfahrt in Polen

Gebirgsjäger pilgern zur „Schwarzen Madonna“ von Tschenstochau

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Zwischenstation erreicht. Teilnehmer der Soldatenwallfahrt während eines Feldgottesdienstes.

Tschenstochau/Bad Reichenhall - An einem großen Marsch von Warschau zur sogenannten "Schwarzen Madonna" in Polen, haben 14 Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall teilgenommen.

In zehn Tagen legten Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 knapp 300 Kilometer zu Fuß von Warschau zum polnischen Nationalheiligtum, der „Schwarzen Madonna“ von Tschenstochau, zurück. Der polnische Militärbischof, Dr. Jozef Guzdek, hatte die Soldaten zur mittlerweile „26. Internationalen Soldatenwallfahrt 2017“ eingeladen. 14 Gebirgsjäger aus verschiedenen Einheiten der Gebirgsjägerbrigade 23 folgten gemeinsam mit etwa 500 anderen Soldaten aus sechs Nationen dieser Einladung.

Pilger trotzen widrigen Bedingungen

Mehr als 500 Pilger auf dem Weg Richtung Südpolen. Allen voran die Flaggen der teilnehmenden Nationen.

Früh am Morgen des 5. August starteten die Soldaten ihre zehntägige Wallfahrt in Richtung der Marienfestung in Tschenstochau. Im Kreise ihrer internationalen Kameraden marschierten die Gebirgsjäger von Warschau täglich rund 30 Kilometer ihrem Ziel im Süden Polens entgegen. Dabei trotzten sie sommerlicher Hitze, heftigem Regen und körperlichen Strapazen. Die Wallfahrer wurden dabei durch Gebete und Marschgesänge aus den Lautsprechern der polnischen Soldaten begleitet. Diese beachtenswerte gesangliche Ausdauerleistung stärkte den Zusammenhalt der internationalen Marschgruppe und sorgte für gute Laune, auch wenn die Beine immer schwerer wurden und das Gepäck drückte.

Ziel nach großer Marschleistung erreicht

Ziel erreicht. Die Marschgruppe vor der Marienfestung auf dem „Hellen Berg“.

Am letzten Tag wurden die Soldaten für ihre Strapazen belohnt. Unter dem Applaus tausender Gäste und dem Segen des Militärbischofs, marschierte die Soldatengruppe schließlich auf den Jasna Góra, den Hellen Berg, um der Ikone der „Schwarzen Madonna“ die Ehre zu erweisen. Während der Wallfahrt zum Paulinenkloster in Tschenstochau konnte jeder Gebirgsjäger ganz individuelle Erfahrungen sammeln. Einen bleibenden Eindruck bei allen Soldaten dürfte jedoch die Gastfreundschaft der einheimischen Bevölkerung erweckt haben. Selbst im ärmsten Dorf wurden die Pilger mit Beifall und kulinarischen Köstlichkeiten begrüßt und bewirtet.

Der Leiter der Marschgruppe, Hauptmann Sippmann, fasste am Ende der Wallfahrt zusammen: „Es war für mich ein prägendes Erlebnis und eine Atmosphäre, die man nicht in Worte fassen kann. Ich bin vor allem stolz auf meine Kameraden, die trotz der enormen Marschleistung und widriger Wetterbedingungen mit Begeisterung voll durchgezogen haben. Echte Gebirgsjäger halt!“

Pressemeldung Pressestelle Gebirgsjägerbrigade 23

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