Surheim sucht den „Superbläser“

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Surheim - Die Schüler der Grundschule Surheim hatten die einmalige Chance sich an verschiedenen Blas-Instrumenten zu versuchen. Zu Gast waren die Musiker der Surheimer Kapelle.

Wenn es einen Hausgeist in der Surheimer Grundschule gäbe, wer weiß, vielleicht hätte das Schulhaus ob der befremdlichen Töne an diesem Vormittag schleunigst verlassen, durften doch die Drittklässler ihr mehr oder weniger ausgeprägtes Talent als Blasmusiker unter Beweis stellen. Zu Gast waren Musikanten der Surheimer Kapelle, um die Schüler mit den verschiedenen Blasinstrumenten vertraut zu machen und für den eigenen Nachwuchs zu werben.

Auch eine so gut aufgestellte Truppe wie die Surheimer Musikkapelle muss sich immer wieder um jungen Nachwuchs kümmern, damit „der Schwung nicht rauskommt“, wie es Felix Hagenauer jun. ausdrückte. Gerne wurde deshalb die Einladung von Schulleiter Franz Eder angenommen, sich und ihre Instrumente in der Schule vorzustellen. Aus einer Frau und sechs Mann bestand die Abordnung, die mit Trompete, Horn, Flügelhorn, Tenorhorn, Tuba, Klarinette und Querflöte ausgerüstet, in der Schule anrückte. Mit einem flotten Ständchen eröffneten die Musiker, zu denen auch Kapellmeister Bernhard Rehrl gehörte, den außergewöhnlichen Unterrichtsvormittag. Franz Eder freute sich in seiner Begrüßung, dass der Musiker-Besuch zustande gekommen war, weil „beide Seiten davon profitieren“. „Überhaupt ist die Unterstützung der Schule durch die örtlichen Vereine in Saaldorf-Surheim wunderbar“, erwähnte Eder lobend.

Felix Hagenauer jun., der auch Leiter der „Jungmusi“ ist, übernahm im Anschluss die Rolle des Lehrers und stellte die unterschiedlichen Blasinstrumente vor. Die 28 Schülerinnen und Schüler wurden dann in sieben Kleingruppen in den Klassenzimmern verteilt und durften bei ihren jeweiligen „Musiklehrer“ eines der Instrumente ausprobieren. So war das Schulhaus bald erfüllt von einer vielstimmigen und eher disharmonischen Geräuschkulisse. Allerdings stellten doch einige Kinder unter Beweis, dass sie von Tuten und Blasen durchaus eine Ahnung haben, wenn sie ihren Instrumenten auf Anhieb brauchbare Töne entlockten. Ein bisschen kam auch „Casting-Stimmung“ auf, wurde doch das Talent der Jungmusiker von ihren Lehrern in fünf Stufen bewertet und auf einem Elternbrief festgehalten. „Falls ein Kind zu unserer Jungmusi kommen will, haben die Eltern und wir schon eine gewisse Grobeinschätzung, welches Instrument in Frage kommt“, erklärte Felix Hagenauer. In dem Schreiben an die Eltern wird auch darauf hingewiesen, dass bei der Musikkapelle professionelle Musiklehrer unterrichten und dass die Instrumentalausbildung bezuschusst wird.

Nachdem alle Kinder ihr Talent an den verschieden Instrumenten hinreichend getestet hatten, gaben die Musikanten zum Abschluss nochmals eine Kostprobe wie es sich anhört, wenn die Instrumente harmonisch zusammen erklingen. Mit dabei war auch Sebastian Rehrl, selbst erst 10 Jahre alt und schon Träger des silbernen Musikabzeichens.

nh

Zurück zur Übersicht: Region Bad Reichenhall

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser