Stiller Protest vor dem Landratsamt

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Bad Reichenhall - Mit leisen Weisen und lauten Transparenten demonstrierten die Anwohner aus Marzoll/Türk vor dem Landratsamt in Bad Reichenhall gegen die Ansiedlung des Müllentsorgers MSP.

Eine Stunde lang hielten die Betroffenen vor dem Landratsamt aus, bevor im großen Sitzungssaal der zweite Erörterungstermin zur Ansiedlung der Entsorgungsfirma MSP begann.

Die Themen 'Allgemeines, Bodenschutz, Gewässerschutz, Naturschutz, Verkehr und Baurecht' seien beim ersten Termin abgehandelt worden, eröffnete Sachgebietsleiter Florian Kosatschek den zweiten Termin. "Die Niederschrift des letzten Termins ist noch in Arbeit. Sie wird um die 100 Seiten haben und dann an die Interessierten herausgegeben."

Für den Mittwoch stehen auf der Tagesordnung vor allem der Lärmschutz und die Luftreinhaltung. Zudem sollen die Abfallentsorgung und andere offene Fragen geklärt werden. Kosatschek rechnet damit, dass die Diskussion sich auch am Mittwoch über den ganzen Tag hinziehen wird.

Im Vorfeld kritisierte Klaus Koch vom Umweltnetzwerk Hamburg, der als Sachbeistand die Bürgerinitiative für ein Lebenswertes Marzoll unterstützt, dass es derzeit keine Rechtsgrundlage für das Vorhaben von MSP gebe. Das bestätigte Florian Kosatschek auf Anfrage von BGLand24. "Der bestehende Bebauungsplan auf dem betreffenden Grundstück sieht ein Gewerbegebiet vor. Der beantragte Schredder- und Brecherbetrieb wurde bisher aber nur in Industriegebieten genehmigt."

Die Bauleitplanung ist Sache der Stadt Bad Reichenhall. Die wird kommenden Dienstag über einen Antrag der Firma MSP auf Befreiung vom Bebauungsplan Gewerbegebiet Türk abstimmen. Die Bürgerinitiative will im Vorfeld auf die Stadträte einwirken, das Vorhaben nicht zu genehmigen.

Christine Zigon

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