Stille Trauer in Bad Reichenhall

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Unter den Trümmern der Eishalle von Bad Reichenhall fanden 15 Menschen den Tod.

Bad Reichenhall - "Das Dach der Eishalle in Bad Reichenhall ist eingestürzt" - diese Horrormeldung ging am 2. Januar 2006 um die Welt. Langsam kehrt in der Kurstadt wieder Ruhe ein.

"Wir haben den Angehörigen einen Gottesdienst gestiftet", erklärte der Pressesprecher der Stadt Bad Reichenhall, Gerhard Fuchs, auf Anfrage von Bgland24. Die Angehörigen sollen ohne großen Trauer-Akt an der Unglücksstelle der Verstorbenen gedenken können.

Und das können sie zum ersten Mal an der neu gebauten Gedenkstätte. 15 farbige Glasstelen erinnern an der Münchner Allee seit kurzem an den Tod von 15 Menschen. Im Frühjahr soll die Gedenkstätte endgültig fertiggestellt und eingeweiht werden. Am 2. Januar wird dort aber wahrscheinlich ein Lichtermeer entstehen - in Gedenken an die Toten und Verletzten.

Am 2. Januar 2006 war das Dach der Eishalle unter einer zu schweren Schneelast zusammengebrochen. 15 Menschen, vor allem Kinder, fanden den Tot. Zahlreiche wurden teilweise schwer verletzt. Die Diskussion um eine passende Gedenkstätte zog sich über Jahre hin. Seit Anfang Dezember stehen jetzt 15 Glasstelen in einem Wasserbecken an der Münchner Allee und erinnern an das Unglück.

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