SPD-Landtagsabgeordnete Rupp besucht Seniorenzentrum

Laufen - Die SPD-Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp konnte sich bei ihrem Besuch im Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt in Laufen von der Vielfalt des Angebots für die Bewohner überzeugen.

Begleitet wurde die Landtagsabgeordnete bei ihrem Besuch von der Laufener SPD-Ortsvorsitzenden Tina Wallner, der Stadträtin Isabella Zuckschwerdt und dem SPD-Kreisvorsitzenden Roman Niederberger.

Trotz der guten Stimmung beim Rundgang durch das Haus hielt Einrichtungsleiter Johann Schauer, der die Gäste zusammen mit dem AWO-Ortsvorsitzenden Dr. Dr. Thomas Dietl durch die Einrichtung führte, nicht mit Kritik an den politischen Weichenstellungen für die Pflege hinter dem Berg. Wir stehen vor einem großen Fachkräftemangel im Pflegebereich. Trotzdem schafft es die Landespolitik oft nicht, dem Wohl der Bewohner und Beschäftigten Vorrang gegenüber bürokratischen Regelungen einzuräumen, erklärte er.

Als Sozialverband habe die Arbeiterwohlfahrt Oberbayern eine besondere Verpflichtung, Arbeits- und Ausbildungsplätze anzubieten. Wir kommen dieser Verpflichtung seit vielen Jahren konsequent nach. Derzeit bilden wir 8 junge Menschen aus; damit sind 10 Prozent unserer Beschäftigten Auszubildende, stellte Johann Schauer dar. Damit dieses Engagement für Ausbildung auch anerkannt wird, sei die Landespolitik gefordert: Während es in anderen Bundesländern eine Ausbildungsumlage im Pflegebereich gibt und sich damit alle Einrichtungen an den Kosten beteiligen, muss in Bayern der Ausbildungsbetrieb diese Last alleine tragen. In letzter Konsequenz heißt es also: wer ausbildet, ist teurer und somit gegenüber der Konkurrenz benachteiligt, kritisierte Johann Schauer.

Adelheid Rupp sagte zu, sich gemeinsam mit den Sozialpolitikern in der SPD-Landtagsfraktion dieses Thema anzunehmen und einen weiteren Vorstoß für eine bessere Regelung zu unternehmen. Mit großem Interesse hörte sie sich auch die von Johann Schauer aufgezählten Beispiele für bürokratische Hemmnisse bei der Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen an und kündigte an, dazu im Landtag nachzuhaken.

Roman Niederberger wollte wissen, wie sich die geplante Verkürzung der Zivildienstzeit auf die Arbeit im Heim auswirke. Leider gibt es schon jetzt wenig Nachfrage nach Zivildienststellen im Pflegebereich. Wir haben aktuell vier Stellen für Zivis und können nur eine besetzen, antwortete Johann Schauer. Zivildienst und das freiwillige soziale Jahr seien aber eine große Chance, um junge Menschen für den Dienst am Nächsten in der Pflege zu begeistern.

Tina Wallner fragte nach, wie es mit dem ehrenamtlichen Engagement im Heim aussieht. Wir haben großes Glück und werden von vielen Menschen unterstützt, die sich bei uns im AWO Seniorenzentrum Laufen ehrenamtlich einbringen. Dieses Engagement sorgt für ein wichtiges Stück mehr Lebensqualität bei unseren Bewohnern, stellte der Einrichtungsleiter fest.

Von Isabella Zuckschwerdt auf den baulichen Zustand des Heims angesprochen, meinte Johann Schauer, dass auf mittlere Sicht an einem Um- oder Neubau in Laufen kein Weg vorbei gehe. Entscheidend für den Erfolg unserer Einrichtung bleibt aber nach wie vor das Engagement aller Beteiligten eine sehr gute Pflegequalität zum Wohl unserer Bewohner sicher zu stellen. , meinte Johann Schauer zum Abschluss des Besuchs.

Pressemitteilung SPD-Kreisverband Berchtesgadener Land

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