Skitouren Schmankerl in Bad Reichenhall

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Bad Reichenhall - Am Mittwochabend haben sich die Freunde des Skibergsteigens zu einer Veranstaltung von RIAP Sport im bestens besuchten Magazin 4 getroffen.

Im Foyer hatte Maria Leitenbacher eigens einen Stand aufgebaut, damit man sich über die neueste Ausrüstung informieren konnte. Und man konnte bei dem in drei Teile gegliederten Vortrag einiges über diese Art des Bergsports erfahren.

Rupert „Riap“ Baumgartner begrüßte die Gäste in seiner lockeren und liebevollen Art. Er eröffnete einen Abend mit viel Humor und Witz, den der erste Gast Fritz Barthel aufnahm und über die Geschichte seiner Dynafit-Skibindung berichtete.

„Zwischen Wahn und Witz, Dichtung und Wahrheit“ nannte er seinen Vortrag, beginnend mit einer Tour im Montblanc-Gebiet, die im Aufstieg aber so lang und schwer war, dass er bei der Skiabfahrt mit bisherigen schweren Skibindungen nur noch dachte, „das muss doch leichter gehen, leichter werden.“ In langer Bastelarbeit entwickelte in seiner Firma Low-Tech sein Bindungssystem, das bis heute in seinem Funktionsprinzip nahezu unverändert existiert und den sportlichen Tourensektor dominiert.

Barthel fühlt sich am Ende seines Vortrages zu großem Dank verpflichtet bei allen Freunden und Bekannten, über Tipps und Anregungen, ohne die er seine Erfindung nicht hätte umsetzen können.

"Riap" Baumgartner, Hubert Laserer, Fritz Barthel, Karl Posch und Alexander Lugger freuen sich über die gelungene Veranstaltung.

Im zweiten Teil des Abends nahm Herbert Laserer von der Alpinschule LASERER in Gosau am Dachstein/Steiermark die Besucher mit auf eine Dia-Reise zu den Skibergen der Welt. Er entführte das Publikum in seinem Vortrag mit einer Reise nach Italien in die Abruzzen, in die Mariella Gruppe. Dort kann man noch tolle Abfahrten mit langen Pisten mit über 1200 Höhenmeter Unterschied erleben, und nur wenige Tourengänger sind unterwegs.

Neben italienischem Ambiente empfielt Laserer aber auch Afrikas Marokko mit dem Hohen Atlas Gebirge südlich von Casablanca. „Da mußt Du auch nicht so früh aufstehen, der Schnee bleibt den ganzen Tag in seiner Beschaffenheit“, so Laserer.

Tolle Erlebnisse zwischen Pinguinen in der Antarktis, wo die Länge der Tour egal ist, es bleibt ja 24 Stunden hell, bis nach Nordnorwegen, wo man direkt von Normalnull am Ufer eines Fjordes Berggehen kann, Skibergsteigen kann man auf der ganzen Welt. Diesen Sport gibt es nicht erst seit 30 Jahren, das erzählt Alexander Lugger in seinem Vortrag. Bereits 1893 begann man mit Seehundfällen an den Ski bergzugehen, in den 1920ger Jahren wurde es gar Volkssport. Vor 20 Jahren boomte durch neue Ausrüstungen der Sport erneut, 1992 fand die erste Weltmeisterschaft statt. In mehreren Disziplinen werden die Wettkämpfe veranstaltet, z.B. das „vertical race“, 1000 Höhenmeter auf Zeit. Der Rekord liegt bei etwa 32 Minuten!

Zum Abschluss des Abends wurde noch ein Film von der letzten Weltmeisterschaft in Andorra gezeigt, der den Sport Skibergsteigen hautnah erleben lies, spektakuläre Szenen und rasante Abfahrten, die den Sportlern alles abverlangte, und das Publikum auf die Wintersaison einstimmte. Dass die Veranstaltung viele interessierte und ein voller Erfolg war beweist die Tatsache, dass zu Beginn noch viele Stühle in den bereits gut gefüllten Saal vom Magazin 4 gestellt werden mussten, und man von einem ausverkauften Haus sprechen kann. Nach der Veranstaltung blieben noch viele Skifreunde lang bei einem Getränk und angeregten Gesprächen.

Pressemitteilung summit-History

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