Abgestürzt: Zwölfjährige bricht sich Oberschenkel

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Schneizlreuth - Ein Mädchen ist beim Baden in einer Klamm in die Tiefe gestürzt und verletzte sich schwer: Sie brach sich den Oberschenkel und zog sich Gesichtsverletzungen zu.

Ein zwölfjähriges Mädchen aus München ist am Sonntagnachmittag beim Baden mit der Familie in der Aschauerklamm in einen Steilhang geklettert und rund dreieinhalb Meter tief ins seichte Wasser abgestürzt, wobei es sich den Oberschenkel brach und im Gesicht verletzte. Die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ versorgten das Kind medizinisch und flogen es per 50-Meter-Rettungstau aus der Klamm.

Da der Vater selbst Arzt ist, konnte er seine Tochter mit Hilfe der Familie und weiterer Wanderer erstversorgen. Die Gruppe setzte gegen 14 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger alarmierte. Sieben Bergretter stiegen von Oberjettenberg aus mit umfangreicher Ausrüstung zu Fuß in die Klamm ab und durch das Bachbett bis zum Wasserfall auf und versorgten das Kind weiter.

Der angeforderte Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ war zuvor noch bei einem internistischen Notfall in Teisendorf gebunden und landete nach einem kurzen Erkundungsflug bei der Wehrtechnischen Dienststelle in Oberjettenberg. Dann flog der Pilot den Notarzt per 50-Meter-Rettungstau zum Unfallort. Nach weiterer medizinischer Versorgung konnte die Zwölfjährige im Luftrettungssack gesichert mit dem Arzt am Tau aus der Klamm geflogen werden.

Die Besatzung von „Christoph 14“ transportierte sie dann in die Kinderchirurgie des Klinikums Traunstein. Die Bergwacht war rund zweieinhalb Stunden lang gefordert und stieg mit den Angehörigen bis zu den Autos nach Oberjettenberg auf.

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Weitere verletzte Wanderer

Neben diesem aufwendigeren Einsatz mussten am Samstag und Sonntag im Berchtesgadener Land weitere erschöpfte und verletzte Bergwanderer von Bergwacht und Hubschrauber-Besatzungen gerettet werden. Am Samstag gegen 11.45 Uhr ging von der Toni-Lenz-Hütte am Untersberg ein Notruf ein, wo ein intern erkrankter Bergsteiger Hilfe brauchte. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ ließ ihren Notarzt im Schwebeflug an der Einsatzstelle aussteigen, holte den Patienten nach Rücksprache mit dem Einsatzleiter der Bergwacht Marktschellenberg per Rettungstau ab und flog ihn dann zur Kreisklinik Berchtesgaden.

Gegen 13.55 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden zum Schneibsteinhaus ausrücken, wo eine erschöpfte 60-jährige Bergsteigerin Hilfe brauchte. Die Bergwacht brachte die Frau aus der Nähe von Landsberg ins Tal bis zu ihrer Bergrettungswache, wo sie von einer Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes zum Weitertransport in die Kreisklinik Bad Reichenhall übernommen wurde.

Wenig später verunglückte ein 41-jähriger Mountainbiker aus dem Chiemgau schwer auf der Forststraße zwischen Bäckinger Klause und der Kreuzung Reiteralm bei Weißbach an der Alpenstraße. Die Bergwacht Inzell fuhr mit zwei Geländewagen zur Einsatzstelle, versorgte den Verletzten mit dem Notarzt von „Christoph 14“ und brachte ihn bis zum Hubschrauber. Der Patient wurde dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen. Laut Polizei war der Mann von der Harbachalm über die Bäckinger Klause in Richtung Weißbach an der Alpenstraße gefahren. Im Bereich der Klause stürzte er auf der Forststraße und verletzte sich schwer. Sein Helm verhinderte aber Schlimmeres. Ursache des Sturzes war wohl ein selbstverschuldeter Fahrfehler. Eine Fremdeinwirkung wurde nicht festgestellt.

Am Sonntag gegen 11.50 Uhr wurden die Bergwacht Berchtesgaden und der Traunsteiner Rettungshubschrauber wegen eines verletzten Bergsteigers mit Kopfplatzwunde und Fieber alarmiert, der selbst nicht mehr von der Wasseralm absteigen konnte. „Christoph 14“ versorgte den Patienten und flog ihn dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Gegen 14.20 Uhr rückte die Bergwacht Inzell auf den Weg zwischen Adlgaß und Frillensee aus, wo sich ein Kind beim Wandern am Fuß verletzt hatte und mit dem Geländewagen ins Tal gebracht werden musste. Um 16.40 Uhr ging ein Alarm für die Bergwacht Ramsau ein da ein erschöpfter Bergwanderer auf der Stubenalm am Watzmann Hilfe brauchte.

BRK-BGL

Rubriklistenbild: © BRK

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