Berchtesgadener Skibergesteiger Anton Palzer in der Schweiz

In Topform aber mit Pech beim ISMF Weltcup in Verbier

Toni Palzer an diesem Wochenende beim zweiten ISMF Weltcup-Stop im schweizerischen Verbier. 
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Toni Palzer an diesem Wochenende beim zweiten ISMF Weltcup-Stop im schweizerischen Verbier. 

Anton Palzer stellt beim Weltcup-Wochenende im schweizerischen Verbier eindrucksvoll unter Beweis, dass man ihn - trotz anstehendem Wechsel ins Radsportlager - auch in seiner letzten Saison als Skibergsteiger noch auf der Rechnung haben muss:

Schweiz/Verbier - Mit einem starken 6. Platz im Vertical am Freitag und auf klarem Podiumskurs beim Individual am Sonntag, bevor ihn ein Schuhbruch in der Abfahrt ausbremste. Damit verabschiedet sich der 27-Jährige aus Verbier, dem Ort, an dem er 2015 seinen ersten Vize-Weltmeistertitel bei den Herren feiern durfte und dreifacher U23 Weltmeister wurde.


Nach einem ersten Ausflug in die Radsportwelt Anfang Januar im Rahmen des zweiwöchigen Trainingslagers mit BORA-hansgrohe in Italien, stand für Toni Palzer an diesem Wochenende der zweite ISMF Weltcup-Stop im schweizerischen Verbier auf dem Programm. 

WIDRIGE WETTERBEDINGUNGN BEIM VERTICAL RENNEN

Am Freitag hatten die Athleten nicht nur steile 655 Höhenmeter von Verbier zur Bergstation von Les Ruinettes zu überwinden, sondern auch gegen Regen, Schneefall und starke Windböen anzukämpfen. 
 
„Am Anfang war es ein extrem hohes Tempo, bei dem ich wirklich Probleme gehabt habe mitzuhalten. Sicher auch aufgrund meiner mangelnden Wettkampfhärte in der bisherigen Saison. Ich habe dann aber im Verlauf des Rennens einen super Rhythmus gefunden und konnte auf das Trio um Platz 3 noch einmal aufschließen. In den Fight ums Podest konnte ich aber nicht mehr eingreifen. Mit einem sechsten Platz habe ich dennoch gezeigt, dass ich trotz meiner bislang verhältnismäßig wenigen Schneemeter absolut konkurrenzfähig bin. Der Formaufbau in Blick auf die WM ist definitiv da,“ resümiert Toni Palzer.



PECH IM INDIVIDUAL: NACH SCHUHBRUCH KEINE CHANCE MEHR AUFS PODIUM

Nach einem Ruhetag am Samstag galt es für die Skibergsteiger-Elite beim Individual Rennen am Sonntag in vier Anstiegen mit zwei Tragepassagen einen Höhenunterschied von 1.550 Metern zu bewältigen.
 
„Nach dem Vertical am Freitag war ich mega motiviert für das Individual. Nach dem Startschuss ist gleich mal die Post abgegangen, und das Coole daran war, dass ich gemeinsam mit den Schweizern Remi Bonnet und Werner Marti die Pace machen konnte. Robert Antonioli (ITA) konnte zu uns aufschließen und zu viert ging es gemeinsam in die zweite Abfahrt. Für mich war zu dem Zeitpunkt klar, dass ich ums Podest mitlaufen werde, da ich das Tempo mit den Schweizern mitgehen konnte und ein erfahrungsgemäß guter Abfahrer bin. Aber es ist dann anders gekommen: In der Abfahrt ist mir das Verriegelungssystem im Schuh gebrochen und ich stand quasi mit offenem Schuh da. Meine Motivation war trotzdem weiterhin ungebremst, aber in den technisch anspruchsvollen Abfahrten konnte ich nicht mehr volles Risiko gehen.“
 
Zwar machte Toni in den Anstiegen wieder einige Plätze gut, in der letzten langen Abfahrt über knapp 620 Höhenmeter musste er aber einige Konkurrenten erneut vorbeiziehen lassen. Mit rund 3 Minuten Rückstand hinter der Siegerzeit des Italieners Robert Antonioli von 1:22:14 h rettete Toni einen 11. Platz ins Ziel. 
 
Trotz erneutem Materialpech zieht Toni Palzer eine positive Bilanz: „Ich bin eigentlich mega-happy mit meiner Form. Der Motor läuft einfach extrem gut. Ich kann ohne Druck ganz befreit laufen und habe richtig Spaß. Das merke ich auch an meiner Art, wie ich die Rennen angehe, aggressiv und auch mal was riskieren. Jetzt bin ich natürlich umso motivierter für den Weltcup in Frankreich nächstes Wochenende.“

Nach Verbier geht es mit dem SkimoTeamGermany direkt weiter zum nächsten ISMF Weltcup nach Frankreich. In Flaine, Arâche-la-Frasse steht für den 5. und 6. Februar 2021 ein Individual- und ein Sprint-Rennen auf dem Programm.

Pressemitteilung Nine&One Athlete Management & Sports Marketing

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