„Schwarz-gelb heißt Rückschritt“

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Am Wahlsonntag war den Grünen eher nach feiern. Die Nachlese regt sie aber zum Nachdenken an.

Berchtesgadener Land - Die Grünen im Berchtesgadener Land sind mit dem Ergebnis der Bundestagswahl nur teilweise zufrieden.

Die Ergebnisse bei Erst- und Zweitstimme im Landkreis seien hervorragend, sagte der Kreisvorsitzende Franz Eder am Sonntagabend. Zum vierten Mal in Folge könnten Die Grünen im Berchtesgadener Land bei einem Wahlgang einen Zuwachs für sich verbuchen. Mit 10,56 Prozent bei den Zweitstimmen wären sie inzwischen stabil im zweistelligen Bereich. Bundestagskandidat Bernhard Zimmer habe gar 11,21 Prozent der Erststimmen im Landkreis holen können. Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl sei das sogar fast eine Verdoppelung.

Schade sei, dass man den bei der Europawahl eroberten zweiten Platz in der Wählergunst im Landkreis wieder knapp habe abgeben müssen. Ein echter Wehrmutstropfen sei allerdings der Wahlsieg von Schwarz-Gelb im Bund.

Sollten die neuen Koalitionsparteien auf Bundesebene tatsächlich ihre Wahlkampfankündigungen umsetzen, drohe ein ökologischer Rückschritt und ein sozialer Kahlschlag im Lande. Eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke werde eindeutig zu Lasten der Erneuerbaren Energien gehen, von den unabsehbaren Risiken bei der Endlagerung einmal abgesehen. Auf den Äckern in Bayern drohe der Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft, was vor allem die FDP forciere. Und Steuergeschenke für Reiche könnten nur zu Lasten kleinere und mittlerer Einkommen verwirklich werden. Eder kündigte aber an, dass Die Grünen die oben genannten möglichen Entwicklungen keinesfalls kampflos hinnehmen würden.

„Wer die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängern will, muss wissen, dass er damit eine heftige gesellschaftliche Kontroverse auslösen wird“, so Eder.

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