Zwei aufwändige Nachteinsätze

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Schneizlreuth/Bischofswiesen - Die Bergwachten aus Bad Reichenhall und Freilassing waren vom Abend bis in die Nacht hinein gleich bei zwei aufwändigen Einsätzen voll gefordert.

Ein 25-jähriger holländischer Berufssoldat musste mit einer Sprunggelenksverletzung von der Neuen Traunsteiner Hütte in Tal gebracht werden und ein 51-jähriger Bergsteiger aus Nordrhein-Westfalen war am Nierntalkopf bei Dunkelheit in wegloses, absturzgefährliches Gelände geraten.

Als um 17.11 Uhr der erste Alarm einging, schickte der Einsatzleiter die neunköpfige Mannschaft mit zwei Fahrzeugen nach Oberjettenberg, von wo aus die Einsatzkräfte mit der Seilbahn der Wehrtechnischen Dienststelle zum Gipfel des Wartsteinkopfs fahren konnten. Der Anflug eines Rettungshubschraubers war nicht mehr möglich, da es bereits zu dunkel war. Ein Überschneefahrzeug der Bundeswehr brachte die Retter von der Bergstation zum Patienten, der bereits von seinen Kameraden versorgt und in die Hütte gebracht worden war. Die Bergwacht übernahm den 25-Jährigen und transportierte ihn mit der Seilbahn ins Tal, wo ihn gegen 20 Uhr eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall fuhr.

Noch während des Einsatzes ging gegen 19.40 Uhr ein weiterer Notruf vom Untersberg ein, wo ein Wanderer im Abstieg von der Reisenkaser-Diensthütte nach Winkl trotz Stirnlampe im Wald den Weg aus den Augen verloren hatte und in Bergnot geraten war. Der 51-Jährige aus Nordrhein-Westfalen wollte an seinem Geburtstag eigentlich vom Aschauerweiher am Rauhen Kopf vorbei zum Stöhrhaus gehen, wobei er bereits um 11 Uhr am Vormittag aufgebrochen war. Sein eigentliches Ziel erreichte er nicht und stieg dann bei Dunkelheit in Richtung Winkl ab. Insgesamt 14 Einsatzkräfte nahmen in mehreren Gruppen die Suche auf und durchkämmten das weitläufige Gebiet zwischen Nierntalkopf und Rauhen Kopf, da der Mann über Handy nur ungefähre Angaben zu seinem genauen Aufenthaltsort machen konnte.

Der Einsatzleiter hielt Telefonkontakt zum Verirrten und sah vom Eisenrichter aus oberhalb des Sellbodens seine Stirnlampe, so dass er die Suchmannschaften in seine Richtung lotsen konnte, die mit Blaulicht, Martinshorn und Rufen versuchten, auf sich aufmerksam zu machen. Nach rund zwei Stunden entdeckten sie den Mann schließlich in rund 1.000 Metern Höhe im absturzgefährlichen Gelände rund 250 Meter oberhalb der Forststraße am Nierntalkopf. Die Retter mussten den Steilhang teilweise mit Seilgeländern versichern, damit sie den Mann bis zum Bergwachtfahrzeug bringen konnten. Am Panoramapark wurde der Unverletzte nach rund dreieinhalb Stunden Such- und Rettungseinsatz in die Obhut seines Sohnes übergeben.

BRK BGL

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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