Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Anwohner haben Bedenken gegen Projekt am Steinpass

Umstrittenes „Dorf im Dorf“ in Schneizlreuth: Das sagen die Verantwortlichen

Rund um den ehemaligen Gasthof „Schöne Aussicht“ will ein örtliches Unternehmen in Schneizlreuth ein „Dorf im Dorf“ errichten. Das stößt auf den Widerstand von Anwohnern.
+
Rund um den ehemaligen Gasthof „Schöne Aussicht“ will ein örtliches Unternehmen in Schneizlreuth ein „Dorf im Dorf“ errichten. Das stößt auf den Widerstand von Anwohnern.

Schäden für die Natur und Landschaft und ein Aus der Ruhe im Ort. Das befürchten Anwohner im Ortsteil Melleck in Schneizlreuth durch ein Großprojekt für ein „Dorf im Dorf“. Gegenüber BGland24.de äußert sich nun einer der Planer hinter dem Projekt.

Schneizlreuth/Salzburg - „Auch weil coronabedingt zu wenig Kommunikation möglich war, ist es leider nicht verwunderlich, dass es zu den jetzigen Kontroversen kam“, bemerkt Philipp Mayerhofer, Geschäftsführer bei der Salzburger Firma Smart Family Office GmbH gegenüber BGLand24.de. Er spricht für die Verantwortlichen hinter dem angedachten „Dorf im Dorf“-Projekt am Steinpass in Schneizlreuth. „Es öffnet für Spekulation Tür und Tor, wenn die Kommunikation anders läuft, als in normalen Zeiten.“

„Unsere Aufgabe ist es nun, mit den Bürgerinnen und Bürgern einen ganzheitlichen Prozess aufzunehmen, um das Projekt unter Berücksichtigung aller natur- und landschaftsschützerischen Aspekte sowie der Anliegen und Bedenken der Anwohner voranzubringen“, so Mayerhofer weiter. Transparenz und eine offene Diskussion seien, wie bereits im Vorfeld betont, zentrale Bestandteile des Planungsprozesses.

„Ich kann nachvollziehen, was da für Bedenken bezüglich eines möglichen Verkehrsaufkommens und Lärmschutz aufgekommen sind. Allerdings haben wir niemandem irgendwelche Projektskizzen gezeigt“, führt er weiter aus. „So etwas zeigt, was passiert wenn die Kommunikation nicht so läuft, wie sie es sollte.“

Die Überlegungen dazu, wie das etwa einen halben Hektar große Areal überplant werden könnte, laufen zwischen einem örtlichen Unternehmen und der Gemeinde Schneizlreuth schon seit zwei Jahren. Auf der Gemeinderatssitzung im August des vergangenen Jahres wurde dann ein erstes Grobkonzept vorgestellt. Im Ortsteil Melleck, am Steilhang zwischen dem ehemaligen Gasthaus „Schöne Aussicht“ und der Landesgrenze zu Österreich, soll auf einer Fläche von etwa 55.000 Quadratmetern ein „Dorf im Dorf“ entstehen. Es soll unter anderem ein Hotelbetrieb mit etwa 120 Einheiten beziehungsweise 240 Betten und zusätzlich 40 Ferienwohnungen beinhalten. Des Weiteren gibt es Überlegungen für ein Technikzentrum und ein Sanatorium für CoVid-Reha-Patienten.

Bei der Projekt-Vorstellung im August 2020 betonten die Vertreter des Unternehmens, das Projekt solle sich „nicht mehr an sogenannte Zielgruppen orientieren, sondern an dem Lebensstilmodell der Menschen.“ Es solle für das Projekt keinerlei große touristische Angebote geschaffen werden, da die umliegenden Gemeinden in Bayern und Österreich dies ja bereits erledigt hätten. In keinem Fall soll ein „klassischer Hotelklotz“ entstehen.  Es könnten bis zu 140 Arbeitsplätze entstehen. Die weiteren Planungen sollten „im gemeinsamen Konsens“ entstehen.

Nachdem die Haltung der Gemeinde dazu zunächst noch positiv war, wird inzwischen auch seitens des Bürgermeisters eine kritische Haltung laut. Hintergrund sind erste Projektskizzen, die Anwohnern nach deren Angaben vor kurzem vorgeführt wurden. Die Anwohner wiederum befürchten Schäden für Landschafts- und Naturschutz sowie eine erhebliche Verkehrs- und Lärmbelastung durch das Projekt. Sie haben deswegen sogar eine Petition an den Gemeinderat mit 180 Unterzeichnern gerichtet.

„Wir erarbeiten derzeit ein Gutachten mit Fokus auf den Einklang mit der Natur. Im Rahmen dessen wird auch schon seit zweieinhalb Wochen ein Umweltgutachten erstellt. Wir sind auch dabei, mit internationalen Wissenschaftlern und Experten ein Konzept zu entwickeln“, berichtet Phillipp Mayerhofer. „Erst das wird Basis unserer Arbeit sein, daher kann es auch noch gar keine Projektskizzen geben. Im Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli wird es dann noch einen Workshop mit dem Gemeinderat geben, dessen Ergebnis dann den Bürgerinnen und Bürgern von Schneizlreuth vorgestellt wird.“

hs

Kommentare