Unfall auf B21 bei Schneizlreuth

Trotz Fahrverbot: Lkw nimmt Motorrad die Vorfahrt - Sozia mit Heli in Klinik 

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Schneizlreuth - Am Donnerstagmorgen, 3. Oktober, kam zwischen einem Motorrad und einem Lkw es auf der B21 zu einem schweren Unfall.

Update, 17.15 Uhr - Pressemeldung BRK BGL

Ein 48-jähriger Reichenhaller Motorradfahrer und seine 46-jährige Frau und Sozia sind am Tag der Deutschen Einheit gegen 9.30 Uhr auf dem Weg in den Urlaub über die B21 in Richtung Österreich mit einem entgegenkommenden und abbiegenden Sattelzug zusammengestoßen, wobei beide trotz des heftigen Aufpralls nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes Glück im Unglück hatten und mit mittelschweren Verletzungen davonkamen; es besteht keine Lebensgefahr.

Unfall auf B21 - Zwei Verletzte

Der 26-jährige Fahrer einer Spedition aus dem Salzburger Pinzgau war von Unken kommend in Richtung Deutschland unterwegs undbog nach dem Wendelberg-Tunnel nach links in Richtung Melleck ab, um wegen des Fahrverbots am Deutschen Nationalfeiertag sein Fahrzeug abzustellen, beziehungsweise wieder nach Österreich zurückzukehren, wobei er den entgegenkommenden Reichenhaller Biker übersah, der frontal in die Beifahrer-Seite der Zugmaschine prallte.

Beamte der Reichenhaller Polizei, die vor Ort das Feiertagsfahrverbot überwachten, leisteten unverzüglich Erste Hilfe und forderten Verstärkung an. Die Leitstelle Traunstein schickte die Freiwilligen Feuerwehren Schneizlreuth und Unken und das Rote Kreuz mit drei Rettungswagen aus Bad Reichenhall, Teisendorf und Sankt Martin bei Lofer, drei Notärzten aus Bad Reichenhall, dem Pinzgau und Traunstein, dem Einsatzleiter Rettungsdienst und dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ zum Unfallort.

Ersthelfer und Einsatzkräfte versorgen die beiden Verletzten, wobei das Rote Kreuz die Frau per Heli zum Klinikum Traunstein flog und den Mann im Rettungswagen zur Kreisklinik Bad Reichenhall brachte.

Die Ehrenamtlichen der Feuerwehr halfen bei der Versorgung und beim Transport der Verletzten, stellten den Brandschutz sicher, reinigten die Fahrbahn, spannten eine Regenschutz-Plane über die Verletzten und leiteten den restlichen Verkehr sehr effizient wechselseitig an der Unfallstelle vorbei, so dass es zu keinem Verkehrskollaps durchs Kleine Deutsche Eck kam.

Die Rettungswagen-Besatzung des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) kümmerte sich um den unverletzten, aber geschockten Trucker. Beamte der Reichenhaller Polizei nahmen den genauen Hergang auf. Der Reichenhaller Polizei-Dienststellenleiter Peter Huber machte sich selbst vor Ort ein Bild von der Lage. „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften aus Salzburg und Bayern hat erneut sehr rasch und unkompliziert funktioniert; vielen Dank nach Österreich für die super Unterstützung!“, lobt der bayerische Rotkreuz-Einsatzleiter Florian Halter.

Am Lkw entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 5.000 Euro. Am Krad entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden von geschätzten 12.500 Euro. Die Unfallstelle war rund eine Stunde lang nur einseitig befahrbar. Den Unfallverursacher erwartet nun neben einem Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung auch noch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Feiertagsfahrverbot.

Pressemeldung BRK BGL

Update, 13.05 Uhr: Pressemeldung der Polizei

Am Donnerstagvormittag, gegen 9.30 Uhr, ereignete sich auf der B21 bei Melleck ein folgenschwerer Verkehrsunfall.

Ein 26-jähriger Kraftfahrer wollte mit seinem Sattelzuggespann von der B21 aus seiner Sicht nach links in Richtung Melleck abbiegen. Zum gleichen Zeitpunkt befuhr ein 48-jähriger Motorradfahrer mit seiner 46-jährigen Ehefrau als Sozia die B21 in Richtung Unken. Beim Abbiegevorgang übersah der Lkw-Fahrer das entgegenkommende Motorrad, welches frontal in die rechte Seite der Sattelzugmaschine fuhr.

Polizeibeamte der Polizeiinspektion Bad Reichenhall, welche zum Zwecke der Überwachung des Feiertagsfahrverbotes vor Ort waren, leisteten unverzüglich erste Hilfe. In weiterer Folge wurde die Sozia mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Traunstein und der Motorradfahrer mit dem Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall verbracht. Glücklicherweise besteht bei beiden Personen keine Lebensgefahr.

Am Lkw entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 5.000 Euro. Am Motorrad entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden von geschätzten 12.500 Euro.

Die Unfallstelle war zum Zwecke der Aufnahme für etwa eine Stunde nur einseitig passierbar. Die Freiwilligen Feuerwehren Schneizlreuth und Unken kümmerten sich um die Absicherung und Reinigung der Unfallstelle, verkehrslenkende Maßnahmen und stellten den Brandschutz sicher.

Den Unfallverursacher erwartet neben einem Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung darüber hinaus auch noch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Feiertagsfahrverbote.

Pressemeldung Polizeiinspektion Bad Reichenhall

Update, 12.18 Uhr: Bilder vom Unfallort

Motorrad prallt bei Schneizlreuth gegen Lkw

Erstmeldung:

Zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Lkw kam es am Tag der deutschen Einheit, gegen 9.30 Uhr. 

Ein österreichischer Lkw-Fahrer war von Lofer kommend auf der B21 nach Deutschland unterwegs. Ersten Erkenntnissen zufolge bog der Lkw-Fahrer bei Melleck plötzlich links ab und nahm dabei einem Motorradfahrer die Vorfahrt. 

Der Motorradfahrer hatte wohl keine Chance mehr auszuweichen und prallte in den LKW. Der Motorradfahrer und seine Mitfahrerin hinter ihm wurden unbestimmten Grades verletzt und vom BRK in die Krankenhäuser Bad Reichenhall und Traunstein gebracht.

Laut Informationen von vor Ort wurde der Lkw-Fahrer bereits kurz vor der Grenze von der Polizei aufgehalten und auf das Feiertagsfahrverbot in Deutschland hingewiesen. Er zeigte sich einsichtig und wollte in Melleck seinen Lkw abzustellen. 

Im Einsatz waren neben dem BRK, die Feuerwehren Schneizlreuth und Unken.

FDL/Brekl / mz

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