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Messergebnisse in Schneizlreuth bestätigen Annahmen

So verändert sich Schwerlastverkehr auf der B21 an Tagen mit Lkw-Blockabfertigung im Inntal

Lkw-Kolonne auf der B21 bei Ristfeucht
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Lkw-Kolonne auf der B21 bei Ristfeucht

Seit Februar dieses Jahres werden in Schneizlreuth die durchfahrenden Lkw gezählt. Die Auswertung der Zahlen aus dem ersten halben Jahr dürfte nicht alle zufriedenstellen.

Schneizlreuth – Bei einem Pressetermin im Februar stellten der Leiter des Staatlichen Bauamtes Traunstein, Christian Rehm, und Landrat Bernhard Kern an der B21 in Schneizlreuth zwei Seitenradargeräte vor. Diese wurden dort beidseitig der Fahrbahnen installiert, um im kleinen deutschen Eck den Lkw-Verkehr über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht dauerhaft erfassen und belastbar beurteilen zu können.

Wie Herr Rehm damals informierte, handelt es sich bei diesen Seitenradargeräten um temporäre Messsysteme, die durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) geprüft und zugelassen wurden. Somit seien die damit erhobenen Daten offiziell anerkannt und verwertbar – anders als die der nicht geeichten Messgeräte, die häufig von den Kommunen eingesetzt werden.

Auswirkungen der Lkw-Blockabfertigung auf der A93

Wie die damalige bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer dazu erklärte, sei einer der Gründe für die Installation, die Auswirkungen der Lkw-Blockabfertigung auf der A93 bei Kiefersfelden auf das kleine deutsche Eck ermitteln zu können. Wie sich bald herausstellte, konnte und kann allerdings eine von den betroffenen Kommunen und den Bürgerinitiativen im „Bündnis Transit“ erhoffte Auswertung über den Lkw-Verkehr während des Nachtfahrverbotes im kleinen deutschen Eck zwischen 22 Uhr bis 6 Uhr nicht gemacht werden.

Wie das Landratsamt erneut mitteilte, ist eine Auswertung der Rohdaten des Staatlichen Bauamts von Seiten des Landratsamts auch weiterhin personell nicht leistbar. Auch das Straßenbauamt argumentiert in gleicher Weise. Herr Rehm ergänzte aber bereits vor einigen Wochen, dass es seitens des Landratsamtes keine diesbezügliche Anforderung gebe und deshalb nur Rohdaten über die Verkehrsbewegungen binnen 24 Stunden dorthin übermittelt werden.

Weder Pressemitteilung, noch Pressekonferenz

Die angesprochenen Messgeräte der Kommunen, die laut Informationen von dort sehr wohl geeicht sind, könnten solche Zahlen liefern, dürfen laut Landratsamt und Polizei an der B21 aber nicht eingesetzt werden. Zumindest war aber im Februar angekündigt worden, etwa zur Jahresmitte – wenn die Blockabfertigungen des ersten Halbjahres in Tirol beendet wurden – die Öffentlichkeit über die grundsätzlichen Messdaten zu informieren.

Wie das Landratsamt BGL nun auf Anfrage mitteilte, wird es aktuell aber weder eine eigene Pressemitteilung, noch eine Pressekonferenz zum Thema vor Ort geben. Ersatzweise teilte die Pressestelle, ohne konkrete Vergleichs- oder Gesamtmessergebnisse zu nennen, im großen und ganzen nur die eigenen Erkenntnisse für die zurückliegenden Monate mit.

Mehr Lkw an Blockabfertigungstagen im kleinen deutschen Eck

Demnach fanden im Februar an allen Montagen Lkw-Dosierungsmaßnahmen im großen deutschen Eck (Kiefersfelden) statt. Es konnte festgestellt werden, dass es nur spürbare Auswirkungen auf den Lkw-Verkehr im kleinen deutschen Eck in Fahrtrichtung Lofer gab. Andere Rückschlüsse konnten mangels Vergleichszahlen noch nicht getroffen werden.

Im März fanden im großen deutschen Eck an zwei Tagen Lkw-Blockabfertigungen statt. Auswirkungen gab es nur in Fahrtrichtung Lofer. Im Durchschnitt fuhren an den Lkw-Blockabfertigungstagen rund 100 Lkw über 7,5 Tonnen mehr im kleinen deutschen Eck in Fahrtrichtung Lofer als an Tagen ohne Blockabfertigung.

Im April fand im großen deutschen Eck an nur einem Tag eine Lkw-Blockabfertigung statt. Auswirkungen konnten nur in Fahrtrichtung Lofer festgestellt werden. Im Ergebnis fuhren an diesem Dienstag rund 200 Lkw über 7,5 Tonnen mehr im kleinen deutschen Eck in Fahrtrichtung Lofer als dies an Dienstagen im April ohne Blockabfertigung der Fall war.

Im Mai fanden im großen deutschen Eck an zwei Tagen Lkw-Blockabfertigungen statt. Auch hier konnten nur Auswirkungen in Fahrtrichtung Lofer festgestellt werden. Im Schnitt fuhren an den beiden Blockabfertigungstagen rund 150 Lkw mehr im kleinen deutschen Eck in Fahrtrichtung Lofer als an Tagen ohne Blockabfertigung.

Besonders viele Blockabfertigungen an der A93 im Juni

Im Juni fanden im Zuge des großen deutschen Ecks an acht Tagen Lkw-Blockabfertigungen statt. Die Messergebnisse vom Juni haben gezeigt, dass durch die Lkw-Blockabfertigung in Kufstein nur in Fahrtrichtung Lofer spürbare Auswirkungen auf den Lkw-Verkehr im kleinen deutschen Eck hervorgerufen wurden. Im Schnitt fuhren an Tagen mit Blockabfertigung knapp über 200 Lkw über 7,5 Tonnen mehr im kleinen deutschen Eck in Fahrtrichtung Lofer als dies an Tagen im Juni ohne Blockabfertigung der Fall war.

Im Juli fanden im großen deutschen Eck an vier Tagen Lkw-Blockabfertigungen statt. Hierbei handelte es sich jeweils um Montage, wodurch für den Monat Juli keine Montage ohne Blockabfertigung als Vergleich herangezogen werden können. Vergleicht man die Montage im Juli mit Blockabfertigung mit Montagen im Juni ohne Blockabfertigung, so fuhren an Blockabfertigungstagen im Juli rund 100 Lkw über 7,5 Tonnen mehr im kleinen deutschen Eck in der Fahrtrichtung Lofer.

Sperre für Schwerlastverkehr zeigt Wirkung

Zusätzlich wurde am 25. Juli erstmals die B20/21 für Lkw über 7,5 Tonnen während der Blockabfertigung gesperrt. Ausgenommen war hierbei lediglich der Ziel- und Quellverkehr. An diesem Tag entsprach die Lkw-Belastung über 7,5 Tonnen in Fahrtrichtung Lofer in etwa der Belastung vergleichbarer Montage ohne Blockabfertigung. Daher kann die Wirksamkeit der Maßnahme und der polizeilichen Kontrollen bestätigt werden.

wb

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