Pressemitteilung Wasserwirtschaftsamt Traunstein

Pegelgebäude Unterjettenberg vor Hochwasser geschützt

Altes Pegelgebäude Unterjettenberg beim Augusthochwasser 2002.
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Altes Pegelgebäude beim Augusthochwasser 2002.

Schneizlreuth - Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein betreibt seit gut 100 Jahren in Unterjettenberg einen Pegel an der Saalach.

Nun wurde das in den 1970erJahren erbaute, am rechten Ufer gelegene Pegelhäuschen erneuert und in diesem Zuge auf ein höheres Fundament gesetzt, um es auf diese Weise auch bei einem hundertjährlichen Hochwasser (HQ100) vor Überflutung zu schützen. Dies war bislang nicht der Fall. Bei den jüngsten großen Hochwasserereignissen in den Jahren 2002 und 2013 hatten nur wenige Zentimeter gefehlt bis zur Überflutung und damit bis zum Ausfall der kompletten Messtechnik. 


Als Meldepegel für den Hochwassernachrichtendienst werden an Datenqualität und Ausfallsicherheit höchste Anforderungen gestellt. Mit den im Pegelhaus verbauten Messgeräten werden kontinuierlich Wasserstand, Wassertemperatur und Schwebstoffkonzentration gemessen. Die Abflüsse werden aus den gemessenen Wasserstände errechnet. Die Datenübertragung erfolgt automatisch über zwei verschiedene Datenwege, um so größtmögliche Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Mit dem erfolgten Umbau des Pegels wird dauerhaft ein sicherer Messbetrieb gewährleistet. Wer Interesse an den gemessenen Daten hat, kann diese auf der Homepage des Hochwassernachrichtendienstes Bayern einsehen (www.hnd.bayern.de). 

Der Umbau dauerte von Anfang November bis Ende Dezember 2020. Der Großteil der Arbeiten erfolgte in Eigenregie durch die Mitarbeiter der Flussmeisterstelle Piding. Das Pegelhäuschen wurde, wie schon zuvor, in ortstypischer Holzbauweise errichtet. Die Kosten betrugen rund 20.000 Euro.

Pressemitteilung Wasserwirtschaftsamt Traunstein

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