Pilot der Cessna starb bei Schneizlreuth

Nach Flugzeugabsturz am Bogenhorn: DNA-Ergebnis steht noch aus

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Teile des Flugzeugwracks sollen nach dem Absturz am Bogenhorn in Schneizlreuth mittels Polizeihubschrauber geborgen werden.
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Schneizlreuth - Nach dem Flugzeugabsturz einer einmotorigen Maschine am Bogenhorn vergangenen Donnerstag (22. August) konnte die Leiche des Piloten noch nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Wann die Kripo mit den Ergebnissen der DNA-Untersuchung rechnet:

Update, Dienstag 11.33 Uhr: Leiche noch nicht zweifelsfrei identifiziert

Am Montag fand die Obduktion der beim Flugzeugwrack gefunden Leiche statt. Identifiziert werden konnte der Tote jedoch noch nicht. „Die Untersuchungen dauern noch an“, so Carolin Hohensinn, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Nachfrage von BGLand24.de. Es müsse eine DNA-Untersuchung durchgeführt werden. Mit den Ergebnissen rechne die Kriminalpolizei noch im Laufe der Woche.

Erst nach Abschluss der DNA-Untersuchungen steht fest, ob es sich um den Besitzer der einmotorigen Cessna handelt, einen 51-jährigen Unternehmer aus Grabenstätt.

Zur Unfallursache liegen derzeit noch keine weiteren Erkenntnisse vor, so Hohensinn weiter. Noch immer deute für die Ermittler alles auf einen Unfall hin. Derzeit untersuchen Experten die am Freitag geborgenen Wrackteile des Flugzeugs. Ein Gutachter werte die Blackbox aus. Bei beiden sei derzeit nicht abzuschätzen, wann ein endgültiges Ergebnis vorliege.

Update, 13.30 Uhr: Staatsanwaltschaft gibt Unglücksstelle frei

Nach dem Flugzeugabsturz bei Schneizlreuth hat die Staatsanwaltschaft den Unfallort am Vormittag freigegeben. Dies teilte Carolin Hohensinn, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, soeben mit. Die Teile, die bereits am Freitag geborgen wurden, reichen demnach aus, dass der Gutachter einen unfallanalytisches Bericht erstellen kann. 

Die restlichen Wrackteile, die sich noch in Gipfelnähe auf dem Bogenhorn befinden, werden nun von einem privaten Unternehmen geborgen. Das ist in einer Versicherung, die jeder Flugzeugbesitzer braucht, inbegriffen. Die Kriminalpolizei ist somit an der Bergung nicht mehr beteiligt. Wann die private Firma die Entsorgung vornimmt, ist nicht bekannt.

Vorbericht: Bergung der Wrackteile im Laufe des Tages

"Ein Hubschrauber unserer Hubschrauber-Staffel versucht heute (26. August) die Wrack-Teile zu bergen", bestätigte Polizeisprecherin Carolin Hohensinn auf Nachfrage von BGLand24.de. "Zuerst wird geprüft, welche Lasten direkt verlegt werden können."

Ein Hubschrauber der Polizei-Staffel soll am Montag die Wrackteile ins Tal bringen.

Die Beamten der alpinen Einsatzgruppe prüfen erst, welche Teile direkt ins Tal geflogen werden können und welche zerlegt werden müssen. Je nachdem, wie viel Zeit die Prüfung in Anspruch nimmt, werden erste Wrackteile noch am Montag zum Motzenwirt geflogen, um dort in Container geladen und in die Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall gebracht zu werden. "Priorität haben die Teile, die die Staatsanwaltschaft für ihre Ermittlungen zur Absturzursache braucht", so Hohensinn. Sicher sei, dass einige Teile tatsächlich zu groß sind und dementsprechend zerlegt werden müssten.

Absturz bei Schneizlreuth: Nicht das erste Unglück in der Region

Die Wrackteile werden in der Kaserne von einem Gutachter untersucht. Wie viel Zeit das in Anspruch nehmen wird, konnte die Polizeisprecherin noch nicht sagen. Sicher ist, dass der Leichnam des verunglückten Piloten diese Woche obduziert werden soll. Dann kann die Polizei mit Sicherheit sagen, dass es sich um den Besitzer des Flugzeuges einen 51-Jährigen Mann aus dem Landkreis Traunstein handelt und ob gesundheitliche Probleme der Grund für den Absturz gewesen sein könnten.

Ein Toter bei Flugzeugabsturz bei Schneizlreuth

Technische Probleme oder schlechte Sicht wären weitere Absturzgründe, die Teil der Ermittlungen sind, die sicherlich einige Wochen in Anspruch nehmen werden.

Am Donnerstagnachmittag (22.08.) war das einmotorige Flugzeug auf seinem Weg von St. Johann in Tirol nach Salzburg gegen 14 Uhr vom Radar verschwunden. Ein Zeuge habe im Bereich des Bogenhorns einen Knall vernommen, so die Polizei. Die Suchmaßnahmen gestalteten sich aufgrund des Wetters schwierig, aber am Freitagvormittag konnten erste Wrackteile aus einem Polizeihubschrauber gesichtet werden. Kurz darauf wurde die Leiche des Piloten entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass er alleine unterwegs war.

cz

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